io.js 2.0 mit neuen ES6-Funktionen

Michael Thomas

io.js-Logo (Quelle: iojs.org)

Die unter dem Namen io.js laufende Abspaltung des JavaScript-Frameworks Node.js ist in Version 2.0 erhältlich. Eine bedeutende Änderung stellt die Unterstützung einer neuen Version der JavaScript-Engine V8 dar, wodurch zusätzliche ES6-Sprachfeatures verfügbar gemacht wurden.

Die erst vor wenigen Tagen veröffentlichte Version 2.0.0 von io.js hebt die JavaScript-Engine V8 auf Version 4.2.77.18 an, das zwischenzeitlich erschienene Update 2.0.1 von io.js gar auf 4.2.77.20. Dadurch stehen in io.js neue Funktionen der JavaScript ECMA-262 Spezifikation zur Verfügung.

So haben die Classes beispielsweise den Staging-Bereich verlassen, weshalb das Schlüsselwort „class“ im strict-Modus nun ohne Flags verwendet werden kann. Neben der verbesserten Überprüfung von Promise-, Map- und Set-Objekten ist darüber hinaus die Möglichkeit gegeben, die History der REPL (Read-Eval-Print Loop) über mehrere Sitzungen hinweg zu erhalten: Nach setzen eines Pfades in der entsprechenden Umgebungsvariablen werden alle eingegeben Befehle als Reihe von Strings gespeichert, die nach dem nächsten Öffnen der REPL mittels der Pfeiltasten navigiert werden können.

Weitere Neuerungen von io.js 2.0.0 betreffen kleinere Änderungen des C++-API sowie – obwohl kein Breaking Change – eine Markierung des „smalloc“-Moduls als veraltet – mit der anstehenden V8-Version 4.4 wird es nicht mehr funktionstüchtig sein, weshalb es die Entwickler bereits jetzt vorsorglich aussonderten.

Über io.js

Ende letzten Jahres kam es zum Paukenschlag: Unter dem Emblem io.js etablierte sich nach dem Zusammenschluss eines Node-Forks von Fedor Indutny und den Arbeiten an Node Forward, dem Node-Gegenentwurf ehemaliger Core-Mitglieder wie Isaac Schlueter und Ben Noordhuis, eine Abspaltung des JavaScript-Frameworks Node.js. Das Projekt, das auf GitHub mit „Evented IO for V8 JavaScript“ umschrieben wird, will eine Node- und npm-kompatible JavaScript-Plattform realisieren, bei der Beiträge und Releases unter einem offenen Governance-Modell geleistet werden sollen.

Gab es zu Anfang viel böses Blut zwischen den Projekten, scheinen sich die Gemüter mittlerweile wieder beruhigt zu haben: Seit mehreren Monaten arbeiten Vertreter von Node.js und io.js sowie Mitglieder der Linux Foundation daran, die Projekte unter dem Dach einer Node.js Foundation wieder zusammenzubringen.

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Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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