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Krisztián Tóth bei der MTC 2017

Enterprise-Mobility-Projekte kosteneffizient und schnell umsetzen

Kypriani Sinaris

Auch im Enterprise-Umfeld werden mobile Lösungen immer wichtiger. Wir haben Krisztián Tóth (Scolvo), Speaker bei der MobileTechCon 2017, gefragt, welche Herausforderungen Enterprise-Mobility-Lösungen mit sich bringen und welche Tipps er Unternehmen bei deren Planung geben würde.

JAXenter: Obwohl Enterprise-Mobility-Anwendungen immer wichtiger werden, herrscht bei vielen Unternehmen immer noch Zurückhaltung – warum? Welche Gründe hörst du am häufigsten?

Krisztián Tóth: Mit Sicherheit haben viele Unternehmen einen großen Bedarf an Mobility-Lösungen für interne Prozesse. Häufig ist die Frage der Datensicherheit aber eine große Hürde dafür. Ein weiteres Problem ist die Integration mit den Backend-Systemen der Unternehmen. Außerdem geht es um den Zeitaufwand und die damit verbundenen Kosten. Normalerweise wollen Unternehmen mehr als nur einen Prozess mobilisieren, sie wollen eine zweite und dritte App haben, mit kurzer Time-to-Market.

JAXenter: Du sprichst explizit den Zeitfaktor bei der Entwicklung von Enterprise-Mobility-Projekten an. Warum dauert die Entwicklung so lang?

Krisztián Tóth: Wir sprechen da über drei wesentliche Faktoren: die Vorbereitung (Spezifikationen), die mobile Entwicklung, die bei Null beginnt, und die Integration. Eine Entwicklung, die von Grund auf etwas Neues schafft, benötigt viel Zeit; normalerweise dauert auch die UX- und UI-Planung länger als vorgesehen und die Entwicklung von Anwendungen samt Tests ist immer schwerer, wenn man eine maßgeschneiderte Lösung von Anfang an neu aufzieht. Die Integration ist ein weiterer wichtiger Aspekt, der allerdings im Hinblick auf moderne Systemen leichter fällt.

JAXenter: Du bist selbst Entwickler. In welche Fallen bist du bei der Entwicklung von Enterprise-Applikationen schon getappt?

Krisztián Tóth: Wir und unsere Partner werden normalerweise während der Entwicklung eines Konzepts für eine App hinzugezogen. Häufig wollen die Auftraggeber zu diesem Zeitpunkt riesige mobile Apps bauen, mit vielen Funktionen. Wenn wir dazu kommen, drängen wir darauf, an unserer Keep-it-simple-Mentalität festzuhalten. Viele Auftraggeber erkennen dann auch selbst, dass wir uns besser nur auf Schlüsselfunktionen fokussieren sollten, um die App leicht benutzbar zu halten.

JAXenter: Was würdest du dir von dem Management großer Unternehmen wünschen, um das Thema Enterprise-Mobility-Lösungen voranzubringen?

Krisztián Tóth: Ich würde Managern vorschlagen, dass sie sich an das Thema der Enterprise-Mobility-Lösungen mit einem Projekt heranwagen und erst einmal einen einfachen Prozess mobilisieren. Am Ende des Tages erleben sie dann die Vorteile der Prozessmobilisiereung und merken, wie zufrieden ihre Mitarbeiter dadurch sind. Sie werden bei der Arbeit glücklicher sein und das Gefühl haben, gut vom Management unterstützt zu werden, weil sie eine Lösung bekommen haben, die ihre Arbeit erleichtert und effizienter macht.

toth_krisztianAfter his studies in the U.S., Krisztián first got involved with mobile technology at Motorola. Before taking on his position as Commercial Director at SCOLVO, he gained far-reaching experience in various senior business development roles, introducing the region’s first mobile banking and brokerage applications, and marketing enterprise mobility solutions in 17 countries.
Geschrieben von
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris studierte Kognitive Linguistik an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Seit 2015 ist sie Redakteurin bei JAXenter und dem Java Magazin.
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