Oliver Koeths Session von der JAX 2018

„Software is still eating the World“ – Das IoT und seine Herausforderungen

Redaktion JAXenter

Mittlerweile sind mehr Dinge mit dem Internet vernetzt als Menschen auf der Erde leben – Tendenz steigend. Doch damit man von dieser neuen Welt profitieren kann, müssen Unternehmen alles auf den Prüfstand stellen und zwar von der Produktentwicklung bis hin zum Service. Wie das gelingen kann, zeigt Oliver Koeth in seiner Session auf der JAX 2018.

Lange wurde die Informationstechnologie vor allem als verlängerter Arm der Verwaltung gesehen, und noch heute berichten viele CIOs an den CFO und werden so nicht als Teil der primären Wertschöpfung des Unternehmens wahrgenommen.

Aktuell werden die Softwarebausteine, mit denen man arbeitet, durch den technologischen Fortschritt wie beispielsweise künstliche Intelligenz nicht nur immer mächtiger, sondern auch Services und Produkte wie zum Beispiel das Auto werden aus Anwendersicht immer mehr von Software geprägt. So mutiert das Auto von einer rollenden Blechskulptur zu einem rollenden Rechenzentrum mit mehr als 100 Mio. Programmzeilen und einem Datenstrom von 25 GB pro Stunde.

Einerseits ist das ein goldenes Zeitalter für Softwareentwickler, andererseits kommt mit großem Einfluss aber auch große Verantwortung. Softwareentwickler sollten aus unserer Sicht heute einen direkten Einfluss auf die Entstehung von sogenannten vernetzten Produkten, wie zum Beispiel das vernetzte Fahrzeug, nehmen und sicherstellen, dass in der Produktgestaltung, die durch Software neu eröffneten Möglichkeiten bestmöglich ausgenutzt werden können.

In seiner Session auf der JAX 2018 beleuchtet Oliver Koeth zwei konkrete Aufgabenstellungen der Entwicklung von vernetzten Produkten:

  • Skalierung über die Grenze von Cloud-Infrastrukturen: Pokémon Go hat gezeigt, dass ein kleiner Hype unter Teenagern ausreicht, selbst große Cloud-Infrastrukturen an den Rand ihrer Skalierbarkeit zu bringen. Wir betrachten Infrastrukturelemente jenseits der Cloud, die zum Beispiel auch eine Flotte von 50 Millionen vernetzten Fahrzeugen zuverlässig mit Services versorgen können.
  • Neue Ansätze für Mensch-Maschine-Interaktion: Amazon ist mit Alexa ein Pionier der „Welt ohne Bildschirme“. Aber sprachgesteuerte Schnittstellen sind nicht das Ende, und wir werden einen Blick auf die nächsten zwei Evolutionsstufen der MMI werfen.

Für beide Bereiche präsentiert er konkrete technische Lösungsansätze, die leicht in eigene Projekte übernommen werden können.

Oliver Koeth ist Chief Technology Officer bei NTT DATA Deutschland. Nach 20 Jahren als leitender Architekt in internationalen Softwareentwicklungsprojekten ist er jetzt für die technologische Ausrichtung und Weiterentwicklung bei NTT DATA verantwortlich. Dabei kann er auf das weltweite R&D Netzwerk der gesamten NTT Group zurückgreifen. Wichtigster Ratgeber sind ihm dabei die Herausforderungen und Bedarfe seiner Kunden. Oliver ist ein führender Kopf des 2017 von der NTT Group gegründeten Ensō — The Space for Creators (http://ensoT17s.com). Ein Raum, der Kreativität und Zusammenarbeit von interdisziplinären Teams zum Beispiel im Rahmen der Produktentstehung fördert und so das maximale Potential der dort arbeitenden Menschen aktiviert.
Als Ausgleich zu seinen beruflichen Herausforderungen hat Oliver in 2017 Golang gelernt und ist nun schon seit einem Jahr ein begeisterter Gopher. #besonders #innovation
MobileTech Conference & Summit 2019
Lars Röwekamp

Android App Development: Survival Guide

mit Lars Röwekamp (OPEN KNOWLEDGE)

Christian Liebel

Progressive Web-Apps mit Angular: hands-on

mit Christian Liebel (Thinktecture AG)

Geschrieben von
Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar
400
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: