IntelliJ im Browser: JetBrains stellt Upsource vor

Mohammed Hübsch

Letzte Woche stellten die Macher der Java IDE IntelliJ IDEA ihr neues Projekt Upsource vor, eine Web-basierte Anwendung zur Darstellung und Speicherung von Quellcodes. Ähnlich wie GitHub und BitBucket bietet Upsource dem User die Möglichkeit, einen schnellen Einblick auf Source Code zu nehmen, diesen zu vergleichen und ggf. zu speichern. Durch die Navigierung anhand von Symbolen sowie der Möglichkeit zur Codeanalyse soll sich Upsource im Vergleich zu ähnlichen Anwendungen hervorheben und eine sinnvolle Alternative darstellen.

Upsource-Projektleiter Evgeny Pasynkov sprach gegenüber JAXenter davon, dass die Arbeit an einer Headless-Version von IntelliJ schon vor Jahren mit dem Continuous Integration Server TeamCity begann. Weitere Modularisierungen führten zu einer IntelliJ-Plattform, die heute die gemeinsame Basis für JetBrains IDEs wie RubyMine und PhpStorm darstellt.

„Für Upsource sind wir nun einen Schritt weitergegangen und haben versucht, so viele Features der IntelliJ-Plattform wie möglich in eine Headless-Version zu integrieren – Projekt-Modell, Code Highlighting, Inspektionen, etc.“, so Pasynkov.

Die bisherige Preview beinhaltet lediglich einige Repositorys, ohne die Möglichkeit, eigene User Accounts anzulegen. Erkennbar ist indes bereits die Liebe zum Detail, etwa beim OS X-artigen UI zum Browsen von Verzeichnissen, bei Vergleichsansichten von Quellcodeveränderungen oder der Möglichkeit, Links nicht nur zu einer definierten Codezeile, sondern zu einer bestimmten Stelle in der Codezeile zu setzen, etc.

Upsource wird als Server-basierte Plattform beschrieben, eine gehostete Version ist unter https://upsource.jetbrains.com/ zugänglich. Denkbar ist, dass Upsource in absehbarer Zeit zu einer vollwertigen Web IDE à la Orion oder CodeEnvy ausgebaut wird. Auf dem Blog ist zumindest zu lesen, man plane damit, die Möglichkeit für kleine Code-Veränderungen einzubauen, um beispielsweise kollaborative Entwicklung in Echtzeit zu realisieren. Support für weitere Sprachen, DVCS Graph-Visualisierungen, eine Gradle-Integration und die Unterstützung für alternative Projekttypen (bisher sind nur IntelliJ-IDEA-Projekte möglich) stehen weiter auf der Roadmap.

Ein offizieller Launch-Termin für Upsource steht allerdings noch nicht fest. Mit Blick auf die gestiegene Bedeutung von Web-basierten Repositorys kann man aber davon ausgehen, dass JetBrains Upsource als langfristiges Projekt ansieht.

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Mohammed Hübsch
Mohammed Hübsch ist Student der Sozialen Arbeit an der FH Frankfurt und arbeit seit 2013 bei S&S Media GmbH.
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