Einblicke für alle

JetBrains veröffentlicht erste Preview-Version von IntelliJ IDEA 15

Michael Thomas

IntelliJ IDEA Logo / Quelle: jetbrains.com

Seit Mitte Juni dieses Jahres erhalten Teilnehmer des Early-Acces-Programms regelmäßig einen Einblick in die neuen Features der IDE IntelliJ IDEA 15. Für alle anderen Interessierten hat JetBrains nun eine erste öffentliche Preview-Version freigegeben.

Zu den Highlights des Release zählt ein besseres Debugging von Lambda-Ausdrücken: Findet sich in einer Zeile, der man einen Breakpoint hinzufügen möchte, ein Lambda-Ausdruck, so fragt die IDE nach, an welchem Punkt genau gestoppt werden soll. Bei Verwendung von Step Into oder Run to Cursor stoppt sie am entsprechenden Lambda-Ausdruck.

Ein weiteres Feature war zwar bereits zuvor Teil von IntelliJ IDEA, wurde allerdings starkt ausgebaut: Das Locate Duplicates-Feature, das für prägnanteren und stabileren Code sorgt, indem es Quelltextklone beseitigt, ist jetzt dynamisch einsetzbar. Stößt der User auf ein Duplikat oder produziert, beispielsweise durch Copy & Paste, versehentlich eines, wird er umgehend darauf aufmerksam gemacht; die Analyse umfasst zudem Quick-Fixes und erlaubt die einfache Navigation zu der entsprechenden Stelle im Code oder deren Anzeige in einem Tool-Fenster.

Das überarbeitete Locate Duplicates-Feature (Quelle: http://blog.jetbrains.com)

Das überarbeitete Locate Duplicates-Feature (Quelle: http://blog.jetbrains.com)

Weitere Editor-Verbesserungen umfassen etwa die Expression Type-Aktion, die nunmehr abgesehen von Scala auch in Java- und Groovy-Ausdrücken verwendbar ist, sowie die Möglichkeit, Applikationen dank Rund/Debug-Konfiguration via Gutter-Icon auszuführen.

Zudem bietet die Preview-Version von IntelliJ IDEA 15 eine komplette True HiDPI (High Dots Per Inch)-Unterstützung für Windows- und Linux-Systeme. Zwar bestand schon in früheren Versionen der IDE ein HiDPI-Support, allerdings war dieser eingeschränkt – so konnte nur ein Skalierungsfaktor von 2x genutzt werden – und musste über einen Eintrag in der idea.vmoptions-Datei händisch aktiviert werden.

Des Weiteren wurde der Support für ReactJS und Gradle/SBT verbessert. So besteht beim Import eines Gradle/SBT-Projekts nun die Möglichkeit, statt des gesamten Projekts nur einzelne Module zu importieren. Abhängigkeiten zwischen den verschiedenen Modulen werden dabei automatisch berücksichtigt, d.h. die entsprechenden Module werden von der IDE selbstständig ausgewählt. User, die React für die Erstellung von User Interfaces in Webanwendungen nutzen, können sich u. a. über Codevervollständigung und die Navigation für CSS Klassennamen sowie Warnungen bei nicht geschlossenen HTML-Tags freuen.

Modulauswahl bei Gradle/SBT-Import (Quelle: http://blog.jetbrains.com)

Modulauswahl bei Gradle/SBT-Import (Quelle: http://blog.jetbrains.com)

Auch eine Unterstützung neuer TypeScript 1.6-Features wie Intersection Types, Type Guard Functions und Local Types ist gegeben. Des Weiteren bietet die Preview den Support von Spring 4.2, Hibernate 5.0, Freemaker 2.3.23 sowie erstmals die Unterstützung von Polymer 1.0, Googles quelloffener Bibliothek für die Erstellung benutzerdefinierter, wiederverwendbarer Elemente für Web-Applikationen. Last but not least ist ein Plug-in für den 14. Meilenstein der JVM-Sprache Kotlin enthalten.

Die Preview steht sowohl als kostenlose Community Edition als auch als kostenpflichtige Ultimate-Version zum Download bereit.

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Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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