Suche
Außerdem: Microsoft mit neuen IoT-Diensten

Inside IoT: Neues zu Google Home, Arduino MKRFOX1200 & AWS Chatbot Challenge

Mascha Schnellbacher

© Shutterstock.com / ProStockStudio

Die Highlights aus dem IoT-Universum: Google Home funktioniert nun mit mehreren Personen, Microsoft veröffentlicht neue IoT-Dienste und Android Pay partnert mit PayPal. Außerdem in dieser Woche in Inside IoT: alles zum Arduino MKRFOX1200, zur AWS Chatbot Challenge und ein Teddy mit Alexa.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Google Home: Mehrere Nutzer möglich

Der smarte Lautsprecher Google Home hat mittlerweile schon in vielen Wohnzimmern Einzug gehalten. Doch ein Manko gab es bislang: Beworben wurde das Device von Anfang an mit einer Unterstützung für mehrere Nutzer zur gleichen Zeit. Jetzt bessert Google nach und liefert mit dem Update für Home nun endlich die Möglichkeit multipler User. Ab sofort können sich bis zu sechs Personen via Home-App mit dem Gerät verbinden. Nach einmaliger Einrichtung inklusive einiger Stimmproben reagiert Google Home dann auf jeden Nutzer individuell.

Microsoft mit neuen IoT-Diensten

In Zukunft will Microsoft die Komplexität von IoT-Projekten reduzieren. Dazu bieten die Redmonder neue Azure-Services an, die auf der quelloffenen Cloud-Connectivity-Lösung aufsetzen. Einer dieser Dienste ist die SaaS-Lösung IoT Central, die keinerlei Cloud-Wissen voraussetzt und dadurch den Einstieg und das Handling von IoT-Prozessen erleichtert. Ebenfalls eine Weiterentwicklung der Connectivity-Lösung ist die Microsoft Azure IoT Suite Connected Factory, die die Verbindung der Microsoft Cloud zu Geräten, die OPC Unified Architecture (OPC UA) und OPC Classic unterstützen, ermöglicht.

Zudem gibt es eine Preview des Managed Service Azure Time Series Insights, der als Cloud-Dienst das Speichern, Abfragen und Visualisieren von Zeitreihenanalysen ermöglicht. Ebenfalls als Preview verfügbar ist die „Azure Stream Analytics (ASA) on edge devices” – mit ihr können Nutzer die Analyse von Daten auch auf wie Routern, Switches oder Multiplexern umsetzen. Das ist besonders dann von Vorteil, wenn nur eine schlechte Verbindung mit der Cloud vorhanden ist.

Des Weiteren können User mit Azure IoT Hub Device Provisioning manuelle Prozesse bei der Registrierung, Provisionierung und dem Rollout von unterstützten Geräten auf dem Azure IoT Hub einsparen. Auch die Sicherheit der IoT-Dienste wurde verbessert, indem jetzt das IoT-Sicherheitsframework Device Identity Composition Engine (DICE) und das Hardware-Sicherheitsmodul HSM (Hardware Security Module) in Azure unterstützt werden. Mehr Infos gibt’s im zugehörigen Blogpost.

Arduino MKRFOX1200 vorgestellt

Die Arduino-Familie hat Zuwachs bekommen: Das neue Board MKRFOX1200 bietet eine günstige und effektive Lösung für Maker, die Sigfox-Konnektivität in ihre Projekte integrieren möchten. MKRFOX1200 kommt mit SAMD21 Cortex-M0und 32bit low power ARM MCU. Das Neue ist das ATA8520-Modul, das sich besonders für einen weitreichenden, aber energiesparenden Einsatz eignet. Ansonsten ähnelt das neue Board mit seinen Maßen von 67 x 25 mm dem MKR1000 und MKRZero

Ebenfalls interessant sind die mitgelieferte GSM-Antenne und der inkludierte, zwei Jahre kostenlose Datentarif. Damit lassen sich Daten mit der Sigfox-Cloud austauschen. In der derzeit verfügbaren Variante wird nur der Kurzstreckenfunk genutzt, die Frequenz wird von Arduino als ISM-Band (Industrial, Scientific and Medical Band) bezeichnet. Der Datentarif beinhaltet bis zu 140 Nachrichten pro Tag, die an die Server gesendet werden können und vier Nachrichten vom Server zum Arduino. Zusätzlich bietet Sigfox eine Geo-Lokalisierung des Sendemoduls anhand der Funknetzdaten. MKRFOX1200 ist für rund 35 Euro im Arduino-Shop erhältlich.

AWS Chatbot Challenge

Seit vergangener Woche ist Amazon Lex allgemein verfügbar. Lex nutzt die gleichen Deep-Learning-Technologien von Alexa-betriebenen Geräten wie Amazon Echo. Der Sprachassistent hält jetzt nicht nur in Drittanbieter-Apps Einzug, sondern ermöglicht auch die Erstellung von Bots.

Passenderweise gibt’s da was von Amazon: Um die Features von Lex auszutesten, findet aktuell die AWS Chatbot Challenge statt. Aufgabe der Teilnehmer ist es, einen auf natürlicher Sprache basierenden Konversations-Chatbot mit Lex zu entwickeln. Zudem soll auf die Integration von Lex mit AWS Lambda zurückgegriffen werden, um Logik oder Datenverarbeitung im Backend auszuführen.

Welchen Zweck der Chatbot erfüllt, ist dabei jedem freigestellt. Bewertet werden die Bots nach Kunden-Nutzen, Bot-Qualität und Bot-Implementierung. Einreichungen können bis 18. Juli vorgenommen werden, die Gewinner werden am 11. August bekanntgegeben. Coole Preise gibt’s natürlich auch. Alle Infos rund um die Challenge finden sich im AWS-Blog.

Android Pay & PayPal = <3

Dank einer strategischen Partnerschaft zwischen Android Pay und PayPal können sich Android-Nutzer beim Bezahlen in Kürze über eine weitere Checkout-Option freuen. PayPal-User sollen in den nächsten Wochen mit ihrem Smartphone in Geschäften sowie im Google Play Store zahlen können. Dafür muss einfach der PayPal-Account mit Android Pay verbunden werden. Allerdings steht diese Funktion bislang nur Kunden in den USA zur Verfügung. Schauen wir mal, wann Android Pay endlich den Sprung nach Deutschland schafft…

Alexa Ruxpin: Raspberry Pi & Amazon Alexa im Teddybär

Virtuelle Assistenten gibt es mittlerweile einige auf dem Markt: Siri, Ok Google, Alexa etc. Als ob virtuelle Assistenten an sich nicht schon gruselig genug sind, hatte Maker Tinkernut eine etwas ungewöhnliche Idee: Was, wenn der virtuelle Assistent real wäre? Diesem Gedanken folgend wurde Teddy Ruxpin, ein animatronischer Teddybär aus den 80er/90er-Jahren etwas aufgepeppt. Der per se schon etwas gruselige kleine Bär bekam eine Amazon-Alexa-Integration spendiert. Jedes Mal, wenn man ihm eine Frage stellt, bewegt er jetzt Augen und Mund. Angetrieben wird der Teddy von einem Arduino und einem Raspberry Pi 3. Das vollständige Projekt findet sich im Tinkernut-Blog.

Geschrieben von
Mascha Schnellbacher
Mascha Schnellbacher
Mascha Schnellbacher studierte Buchwissenschaft und Deutsche Philologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seit Juni 2015 arbeitet sie als Redakteurin in der Redaktion des Entwickler Magazins bei Software & Support Media. Zuvor war sie als Lektorin in einem Verlag sowie als freie Editorin tätig.
Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.