IDE as a Service: Neues Eclipse-Projekt "Dirigible" vorgeschlagen

Redaktion JAXenter

Das Projekt „Dirigible“ wurde gerade bei der Eclipse Foundation vorgeschlagen. Bei dem Neuzugang handelt es sich laut Projektbeschreibung um eine IDE as a Service (IDEaaS), also eine Cloud-IDE, mit Container-Integration für laufende Applikationen. Die IDE ist direkt per Browser zugänglich und erfordert keine zusätzlichen Downloads oder Installationen. Die Komponenten können auf jedem Java-basierten Webserver deployt werden. Ziel ist es, dynamische Anwendungen entwickeln zu können.

Dynamische Anwendungen

Der Entwicklungsprozess dynamischer Anwendungen soll nach dem Prinzip der In-System-Programmierung vonstatten gehen, das von der Programmierung kleiner Hardwarekomponenten wie Mikrocontrollern her bekannt ist. Änderungen werden dabei direkt am Zielsystem vorgenommen.

Ein weiterer Grundsatz, dem Dirigible folgt, ist der des Content-Centric Networking. Angewandt auf das neue Eclipse-Projekt bedeutet dies, dass es sich bei allen Artefakten um Text-basierte Modelle und ausführbare Skripte handelt, die in einem zentralen Repository gespeichert werden.

Ferner soll Dirigible Skriptsprachen unterstützen und sich durch eine kurze Turnaround-Zeiten auszeichnen. 

SOA

Die Architektur orientiert sich an der klassischen Service-Oriented Architecture (SOA); Entwicklungs- und Laufzeitkomponenten sind klar von einander getrennt, einzige Schnittstelle ist der Inhalt – das Repository. Zur Entwicklungszeit kommt eine Browser-basierte IDE zum Einsatz, die auf der Eclipse Remote Application Platform (RAP) aufsetzt. Das Repository ist ein Container auf Basis einer relationalen Datenbank.

Architektur von Dirigible

Cloud-Werkzeuge bei Eclipse

Hintergrund der Einreichung des Projekts bei Eclipse ist laut Projektbeschreibung, dass die Foundation bereits Cloud-Entwicklungswerkzeuge wie Orion, Flux und Che (ehem. Flare) beherbergt. Darüber hinaus sind neben RAP bereits weitere Eclipse-Projekte wie Equinox, SWT, Mylyn oder JFace Grundlage der Web-IDE.

Der Code für Dirigible stammt aus einem gleichnamigen Open-Source-Projekt von SAP (http://www.dirigible.io) und stand bislang unter Apache-2-Lizenz. Der erste Codebeitrag soll noch in diesem Jahr geleistet werden.

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