ICE: Neues Eclipse-Projekt für Modellierung und Simulation

Redaktion JAXenter
© shutterstock.com/ixpert

Die Lücke zwischen theoretischer Konstruktion und praktischer Umsetzung schließt im Ingenieurwesen und in den Naturwissenschaften traditionell die computergestützte Simulation. Dieser nimmt sich ein neues Eclipse-Projekt an: Das Integrated Computational Environment, kurz ICE, soll die „Big Four“ der Modellierungs- und Simulationsphase adressieren: 1. Modellfindung, 2. Start der Simulation, 3. Ergebnisanalyse und 4. Verwaltung der Eingabe- und Ausgabedaten.

Neben bestehenden Eclipse-Tools wie Editoren, UI-Komponenten, Werkzeuge zur Erstellung paralleler Anwendungen (Eclipse Parallel Tools Platform, PTP) sollen auch neue Tools zum Einsatz kommen. Zur Generierung von Eingabedaten beispielsweise möchte man auf existierende I/O-Werkzeuge setzen. Neues Tooling soll laut Projektvorschlag u. a. für Simulationen auf entfernten Systemen, Datenansicht, 3-D-Visualisierung und wissenschaftliches Datamining entstehen. Bei der Entwicklung neuer Werkzeuge möchte man laut Projekt-Exposé darauf achten, dass diese wiederverwendbar und für vielfältige Einsatzszenarien geeignet sind.

Eclipse-Technologien mischen mittlerweile in diversen Softwaresystemen und Wissenschaftszweigen mit – ob bei CERN-Experimenten tief unter der Erde oder auf der International Space Station im All. Nicht zuletzt setzt sich eine Arbeitsgruppe speziell für Naturwissenschaften, die Eclipse Science IWG, seit einiger Zeit für den breiten Einsatz der Eclipse Rich Client Platform (RCP) im wissenschaftlichen Umfeld ein. Auch die Autoren des ICE-Projektvorschlags sind überzeugt, dass Eclipse eine zukunftsträchtige Plattform ist:

Immer mehr Einrichtungen im wissenschaftlichen Bereich und Ingenieurwesen setzen auf Eclipse als Tooling-Infrastruktur oder zeigen zumindest Interesse [daran].

Das ICE-Projekt ist also alles andere als ein Exot im Projektzoo bei Eclipse.

Der initiale Codebeitrag soll im Laufe der nächsten drei Monate geliefert werden. Beigesteuert wird er von UT-Batelle, einem Non-Profit-Unternehmen, das im Auftrag des US-Energieministeriums das wissenschaftliche Institut Oak Ridge National Laboratory (ORNL) betreibt. Als Projektleiter wird Jay Billings agieren, der am ORNL beschäftigt ist.

  

Aufmacherbild: Interior concept. My architecture and 3d model von shutterstock.com / Urheberrecht: ixepert

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