Webseiten ohne Auszeichnungssprache mit Hyperscala 0.10.0

Michael Thomas

© Shutterstock.com/patpitchaya

Bei Hyperscala handelt es sich um ein statisch typisiertes Bare-Metal-HTML-, CSS- und JavaScript-Framework für Scala, d.h. es bietet die Möglichkeit, Webseiten komplett in Scala zu schreiben, ohne auf eine Auszeichnungssprache zurückgreifen zu müssen.

Doch auch für den Fall, dass bereits HTML-Code vorliegt, der in ein Projekt eingefügt werden muss, hält das Framework mehrere Optionen bereit. Erstens enthält Hyperscala ein Utility, mit dem HMTL in Scala konvertiert werden kann. Zweitens erlaubt das DynamicContent-Trait einen dynamischen Import von HTML. Bei Bedarf können somit nur die Elemente geladen werden, mit denen man auch tatsächlich arbeiten will. Entgegen der vermutlich bei den meisten aufkommenden Vermutung, das letztere Variante unglaublich langsam ist, versprechen die Entwickler, dass sie aufgrund vorgenommener Optimierungen in den meisten Fällen tatsächlich schneller als jede andere Option ist. Verglichen wird sie mit einer sich dynamisch regenerierenden JSP-Datei, die sich nur um die Teile kümmert, die verändert wurden.

Mithilfe von Modulen kann die Kernfunktionalität von Hyperscala zusätzlich um interessante Features erweitert werden. So steht beispielsweise ein eher einfaches Modul bereit, mit dem JavaScript-Dependencies wie etwa jQuery eingefügt werden können. Das deutlich anspruchsvollere Realtime-Modul ermöglicht eine Zwei-Wege-Kommunikation in Echtzeit über WebSockets.

Um einen Überblick über die weiteren Features von Hyperscala zu gewinnen, lohnt es sich, einen Blick in die umfangreiche Dokumentation zu werfen.

Hyperscala 0.10.0

Bei der nun verfügbaren Version 0.10.0 des Projekts handelt es sich um eine umfangreiche Refaktorierung, die über das Realtime-Modul für eine bessere und effizientere Kommunikation zwischen Client und Server sorgen soll. Außerdem wurde die Architektur vereinfacht und bereinigt, um die Erstellung von Webseiten zu erleichtern. Das neue ContentEditor-Feature soll darüber hinaus eine bessere Unterstützung von Rich Content Editing im Browser bieten. Des Weiteren wurde der Wrapper-Support für FabricJS hinzugefügt und ein neues Interface erstellt, das dynamischen mehrseitigen Darstellungen dient, ohne das hierfür im Browser eine neue Seite geladen werden muss.

Aufmacherbild: Hand writing computer source code with chalk von Shutterstock.com / Urheberrecht: patpitchaya

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Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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