Hudson versus Jenkins: Von "skandalösen" Twitter-Bildern und der Besiegelung eines Forks

Hartmut Schlosser

Immer unwahrscheinlicher wird eine Wiedervereinigung zwischen den CI-Servern Hudson und Jenkins: Zunächst hatten die Aufzeichnungen eines Jenkins-Meetings die Abneigung vieler Jenkins-Vertreter gegenüber des Eclipse-Entwicklungszyklus zu Tage treten lassen – und jetzt das:

Auf Twitter machten Bilder die Runde, die die Spaltung nun wohl endgültig besiegeln: Aufkleber mit dem neuen Jenkins-Butler!

Ist angesichts dieser massiven materiellen Bestätigung des Forks eine Versöhnung überhaupt noch denkbar?

Wir meinen: Hudson sollte sich schleunigst an der Klebeschlacht beteiligen und Sticker in hoher Auflagenzahl herstellen. Ob dort allerdings der alte Butler drauf sein darf, der einem alten Mircosoft Clipart entnommen sein soll?

Doch zurück zum Ernst der Sache. Im letzten Jenkins-Meeting wurde zum ersten Mal der Konsens festgestellt und auch klar ausgesprochen, dass die Jenkins-Community nicht nach Eclipse zwecks Wiedervereinigung mit Hudson wechseln wird. Kohsuke Kawaguchi konstatiert deutlich: „Yes, the consensus was that we won’t be doing it.“

Andrew Bayer bemerkt, dass auch die Hudson-Seite in den letzten Tagen nichts unternommen habe, um den Fork rückgängig zu machen:

I haven’t heard anything from anyone on the Hudson side of things on reunion, so I’m willing to guess they’re not actually interested either.

Es scheint also, dass die kulturellen Differenzen zwischen Hudson und Jenkins bereits so weit fortgeschritten sind, dass niemand bereit ist, „über seinen eigenen Schatten zu springen“ und einen Schritt auf den anderen zuzugehen, wie dies Andrew Bayer in einem Blogeintrag von vier Wochen noch gefordert hatte.

Die Mehrheit der JAXenter-Leser scheint diese Entwicklung zu bedauern. Im letzten Quickvote hielten 53% der Teilnehmer jedenfalls die Idee einer Fusion von Hudson und Jenkins bei Eclipse für eine „sehr gute Lösung“:

Sollten Hudson und Jenkins bei Eclipse fusionieren?

  • Eine sehr gute Lösung für alle! (53%)
  • Man sollte besser daran arbeiten, die Hudson-Community zu Jenkins zu holen! (22%)
  • Wäre zwar gut, aber dazu wird es nie kommen! (12%)
  • Jenkins und Hudson sollten weiterhin getrennte Wege gehen! (6%)
  • Ich weiß nicht (8%)
  • Teilnehmer: 450

Wie dem auch sei – es wird weitergehen, sowohl mit Hudson@Eclipse als auch mit Jenkins (hier ist die Dachorganisation noch immer nicht gefunden). Hoffen wir allerdings, dass uns „Marketing-wirksame“ Aufkleberspielchen weitestgehend erspart bleiben werden.

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Hartmut Schlosser
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