Hudson 3.0 M3 beseitigt Lizenz-Chaos

Hartmut Schlosser

Der Continuous Integration Server Hudson hat den dritten Meilenstein hin zum 3.0-Release erreicht. Ein wichtiger Schritt ist vollzogen worden, schreibt Duncan Mills auf dem Entwicklerblog, da die Urheberrechtsfragen aus dem Original-Hudson-Code – der nach der Abspaltung des Jenkins-Projektes ja zur Eclipse Foundation übergegangen ist – geklärt sind.

Das bedeutet, dass Hudson nun den IP-Richtlinien der Eclipse Foundation entspricht und damit eine wichtige Voraussetzung erfüllt hat, um als offizielles Eclipse-Projekt in die Annalen einzugehen. Ein Unternehmen kann laut Mills nun sicher sein, dass der Ursprung jedes Code-Stückchens bekannt und ausgezeichnet sei. Aus der ursprünglichen Lizenz-Gemengelage aus LGPL, Apache, Speziallizenz und Lizenzfreiheit sei eine geordnete Liste aus über 70 Libraries entstanden, die vom Core genutzt werden.

Als Folge dieses „Great IP Cleanup“ mussten allerdings einige Funktionen aus dem Hudson Core entfernt werden, die man sich aber über Plug-ins wieder ins Programm holen kann, beispielsweise den Groovy und SVN Support. Andere Features konnten durch Eclipse-eigene Versionen ersetzt werden; so etwa ist die JFreeCharts-Komponente der BIRT Charting Engine zum Opfer gefallen.

Konfigurieren kann man sich seinen Wunsch-Hudson nun über einen neuen Setup Screen, mit dem man sich alle nicht Eclipse-konformen Komponenten wieder ins Boot holen kann. Das klingt zwar etwas umständlich, ist aber wohl der Preis für die gewollte Lizenz-Klarheit. Allerdings wird die Jenkins-Community wohl eher bestreiten, dass in Jenkins ein problematisches Lizenz-Chaos herrscht…

Hudson 3.0 M3 steht auf der Eclipse-Projekseite zum Download bereit.

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Hartmut Schlosser
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