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Effizientere Nutzung von Ressourcen

HTTP/2 steht vor der Vollendung

Michael Thomas

© Shutterstock.com/schatzy

Das Web basiert nach wie vor auf Http 1.1 – und damit auf einem Protokoll des letzten Jahrtausends. Höchste Zeit also, das 1999 eingeführte Http-1.1-Transportprotokoll einer Generalüberholung zu unterziehen, denn schließlich haben sich die zu bewegenden Datenmengen in den vergangenen 16 Jahren um ein Vielfaches vergrößert. Das Ergebnis, HTTP/2, nähert sich nun offenbar seiner Vollendung.

Denn wie der Vorsitzende der HTTP-Arbeitsgruppe der Internet Engineering Task Force (IETF) Mark Nottingham auf seinem Blog berichtet, hat die Internet Engineering Steering Group (IESG) die Spezifikationen HTTP/2 und HPACK letztendlich akzeptiert.

Die Spezifikationen befinden sich damit nun auf dem Weg zum RFC-Editor – wie IETF und IESG eine Untergruppe der Internet Society (ISOC) – wo sie RFC-Nummern erhalten und im Zuge eines redaktionellen Prozesses ihre endgültige Form erhalten sollen. Eine Veröffentlichung steht also in absehbarer Zeit bevor. Die Ära des altehrwürdigen HTTP/1.1 ist damit jedoch nicht zu Ende, vielmehr soll HTTP/2 eine Alternative darstellen, die Möglichkeiten zur effizienteren Ressourcennutzung bietet.

Effizientere Ressourcennutzung

Die Arbeit an HTTP/2 begann Ende 2012, als ein entsprechender, auf dem von Google initiierten SPDY-Protokoll basierender, Entwurf vorgelegt wurde. Zahlreiche von SPDY – das bereits heute in einer Vielzahl von Browsern, wie Chrome, Firefox und Opera, implementiert ist – gesetzte Impulse wurden auch in HTTP/2 umgesetzt bzw. übernommen, u.a. eine Reduzierung der Anzahl der Requests, weitgehende Datenkompressionsmöglichkeiten sowie eine Ermöglichung des Server Push (Server-initiierte Datenübertragungen).

Aufmacherbild: „text of HTTP on wooden cubes“ von shutterstock.com / Urheberrecht: schatzy

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Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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