Buchtipp

HTML5 – kurz & gut

Michael Müller

Die Bücher aus O’Reillys „kurz & gut“-Serie kommen vornehmlich in zwei unterschiedlichen Ausprägungen daher: zum einen als kompakte Einführung in ein bestimmtes Thema, zum anderen als praktisches Referenzhandbuch für die Hosentasche oder den Schreibtisch. Das vorliegende Buch gehört zur zweiten Kategorie. Nach einer kurzen Übersicht über den Aufbau des Buchs werden einige neue HTML5-Elemente vorgestellt und ein paar Worte über die aktuelle Browserunterstützung verloren. Daran schließen sich Informationen über globale HTML5-Attribute an sowie eine Auflistung der HTML5-Event-Handler.

Autor(en)

Jennifer Niederst Robbins

Titel

HTML5

Untertitel

kurz & gut

Seiten

192

Preis

12,90 Euro

Verlag

O’Reilly

Jahr

2014

ISBN

978-3-95561-656-4

Nach diesen Seiten beginnt der Hauptteil des Buchs: die alphabetische Auflistung der aktuellen HTML5-Elemente. Diese folgt einem gleichbleibenden Schema. Das Element wird in Fettschrift – sozusagen als Überschrift – aufgeführt, danach wird der Aufbau des zugehörigen Tags gezeigt und das Element kurz beschrieben. Es schließen sich Verwendung und, soweit vorhanden, Attribute und Beispiele an.

Die Menge an Informationen richtet sich nach der Komplexität des jeweiligen Elements. Zusätzlich erhält der Leser die Information, ob ein Element neu in HTML5 enthalten ist („nicht in HTML 4“) oder nur in einer der beiden konkurrierenden bzw. ergänzenden HTML5-Spezifikationen. So steht dem Leser ein kompaktes Nachschlagewerk zur Verfügung, das sehr gut für die tägliche Arbeit genutzt werden kann. Das Buch wird auf der Rückseite als optimaler Begleiter für alle Webdesigner und -entwickler beschrieben. Wer sich indes täglich mit diesen Themen beschäftigt, wird HTML5 bereits in- und auswendig kennen und auf das vorliegende Buch verzichten können. Wer jedoch vornehmlich Anwendungen programmiert und die Entwicklung von Weboberflächen eher nebenbei erledigen muss, findet in dem Buch einen nützlichen Helfer.

Die alphabetische Auflistung setzt allerdings voraus, dass der Leser weiß, wonach er sucht. Und gerade die zuletzt beschriebene Lesergruppe kennt nicht unbedingt alle Elemente. So hilft das Werk zwar, halbwegs bekannte Tags nachzuschlagen. Doch kommt beim Lesen der Wunsch auf, die Elemente in einer nach ihren Funktionen geordneten Liste nachschlagen zu können. Eine solche Liste existiert zwar im Buch, schließt sich aber an den alphabetischen Teil an. Die Elemente werden dort einfach in Gruppen gelistet, z. B. unter den Begriffen „Tabellen“, „Listen“, oder „interaktive Inhalte“. Das ist sicherlich hilfreich. Es wäre dennoch schön, wenn diese Übersicht zum einen vor dem alphabetischen Teil aufgeführt, zum anderen die Bedeutung der Elemente ganz kurz mit drei bis vier Worten beschrieben würde. Mit einer solchen Information könnte der Leser gleich erkennen, welches Element für die jeweils anstehende Aufgabe wohl am ehesten geeignet wäre, und dann im alphabetischen Teil die Details nachschlagen.

Trotz dieser kleinen Schwäche kann sich das Werk schnell zu einem Buch entwickeln, das stets griffbereit auf den Schreibtischen liegt und immer wieder gern genutzt wird.

Geschrieben von
Michael Müller
Michael Müller
Michael Müller verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in Softwareentwicklung, Training und Consulting, davon rund 25 Jahre im Gesundheitswesen. Er leitet den Bereich Softwareentwicklung bei der InEK GmbH. Daneben betätigt er sich als freier Autor und Blogger. Er ist Mitglied der JSF Expert-Group, des NetBeans Dream Team sowie der JUG Cologne.
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