How does IT matter?

Erstellung eines Business Cases

Ein Business Case entsteht in drei Phasen: Vorbereitung, Erstellung und Prüfung. Fragen, die in der Vorbereitung geklärt werden müssen, sind: Welche Personen sind bei der Erstellung beteiligt? Wer sind die Entscheider bzw. Personen, die die Entscheidung beeinflussen? Was erwarten diese Stakeholder vom Business Case? Welche Values interessieren die Entscheider? Welche Vorgaben gibt es bezüglich der verwendeten Metriken usw. Das Business-Case-Dokument selbst beantwortet Fragen wie: Wie sieht das Vorhaben im Detail aus? Welche Optionen habe ich grundsätzlich? Welche Folgen, Kosten und Nutzen entstehen mir bei der Auswahl einer bestimmten Option? Welche Risiken gehe ich ein? Welche Option empfehlen die Autoren des BCs? In der Prüfungsphase werden die getroffenen Annahmen in angestellten Analysen sowie die aufgeführten Rechnungen noch einmal geprüft. Auch die Redaktion des Gesamtdokuments sowie der Executive Summary finden hier statt. Diese Nacharbeiten sind für den Gesamterfolg des BCs extrem wichtig. Ein Komma an der falschen Stelle des in Aussicht gestellten Profits wird von den Entscheidern zwar höchstwahrscheinlich ohne große Folgen bemerkt, stellt aber die Glaubwürdigkeit des gesamten Cases in Frage. Das schließende Sign-off signalisiert die zustimmende Unterschrift von befragten Personen, dass der Case nicht im Elfenbeinturm entstanden ist, sondern im Konsens und dass er auf allgemein in der Firma akzeptierten Zahlen und Behauptungen basiert.

Businessanalyse

Betrachtet man die gerade aufgezeigten Aktivitäten, fällt auf, dass sie den typischen Aufgaben aus dem IT-Alltag wie der Erstellung eines Anforderungsdokuments ähneln. Was aber oftmals vollkommenes Neuland für uns Techniker darstellt, ist die Businessanalyse unserer Projekte. Was sind die gängigen Metriken, um Kosten und Nutzen unserer Projekte zu quantifizieren, sie also in harte Zahlen zu fassen?

Der Zeitwert des Geldes

Wie viel ein Euro wert ist, entscheidet der Zeitpunkt, an dem ich ihn bekomme. Ein Euro heute ist mehr wert als ein Euro, der mir in 10 Jahren in Aussicht gestellt wird. Das gilt auch ohne Inflation. Wenn ich einen Euro zehn Jahre zu 10 % sicher anlege, bekomme ich in 10 Jahren 2,59 Euro ausgezahlt. Bekomme ich den einen Euro erst in zehn Jahren, entgehen mir diese 1,59 Euro Gewinn. Dazu kommt noch, dass mir die 1,59 Euro sicher sind, wenn ich sie anlege, während ich bei einem Projekt immer ein gewisses Risiko eingehe. Ein Projekt mit den Kosten von einem Euro und einer Laufzeit von 10 Jahren muss also deutlich mehr Gewinn abwerfen als 1,59 Euro, damit sich das Risiko für die Investoren lohnt. Analysen, die den Zeitaspekt anfallender Kosten und Nutzen berücksichtigen, nennt man „dynamisch“.

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