In-Memory Data Grid

Hazelcast 3.6 macht C++- und .NET-Clients quelloffen

Michael Thomas

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Version 3.6 des In-Memory Data Grids Hazelcast ist ab sofort im Early Access verfügbar. Das Update beseitigt nicht nur rund 130 Bugs, sondern enthält auch mehrere neue, von der Community gewünschte Features.

Um die Performance des In-Memory Data Grids zu verbessern, wurden Threading-Modell, Abfragen, Clients und Transaktionen einer Überarbeitung bzw. Refaktorisierung unterzogen. Offenbar mit Erfolg: Den Aussagen der Entwickler zufolge schlägt Version 3.6 seine Vorgängerversion in all diesen Bereichen um Längen. Entsprechende Tests wurden u. a. mit Yardstick und Radargun durchgeführt.

Die den Entwicklern zufolge bedeutsamste Neuerung ist jedoch die Entscheidung, die C++- und .NET-Clients quelloffen zu machen (bislang galt dies nur für Java). Für die Realisierung von Clients für weitere Sprachen mithilfe des Open Binary Client Client Protocol – Interesse besteht offenbar u. a. an NodeJS, Python, Ruby und Go – ist nun die Community gefragt.

Neue Features

Apropos Community: Die Open Source-Ausgabe von Hazelcast erhält mit Version 3.6 einige neue Features, die aus deren Reihen besonders lautstark gefordert wurden. So ist der Instanztyp „Lite Member“ zurück: „Lite Member“ sind aktive Mitglieder des Clusters, die allerdings keine Daten enthalten. In den 2.x-Versionen von Hazelcast noch enthalten, wurden sie später entfernt. Da „Lite Member“ jedoch die Verarbeitung mittels ExecutorService ermöglichen, sind sie nun wieder mit von der Partie.

Auch Cloud-Nutzer sollen künftig ein leichteres Leben haben: Neben der bereits in früheren Versionen enthaltenen Auto Discovery für AWS ist in Hazelcast 3.6 nun auch ein Cloud Discovery SPI enthalten, das der Community die Hinzufügung weiterer Cloud Discovery-Provider ermöglicht. Zudem wurde auch an der Reduzierung des Speicherverbrauchs von Indizes gearbeitet. Gleiches gilt für die Performance von Abfragen: Dank eines regelbasierten Abfrageoptimierers konnte diese offenbar beträchtlich verbessert werden.

Des Weiteren soll Hazelcast den Entwicklern zufolge insgesamt Docker-freundlicher werden. In diesem Sinne stehen erstmals Hazelcast-Docker-Images auf Docker Hub bereit. Die Entwickler erhoffen sich, dass es dank der Discovery SPI schon bald weitere Docker-Integrationen geben wird.

Eine weitere Neuerung betrifft die Datenstruktur Ring Buffer, die in Version 3.5 eingeführt wurde und einen zirkulären Puffer mit einer festgelegten Kapazität für den Low Latency-Zugriff und einen festen Ressourcenaufwand implementiert. In Version 3.6 steht Ring Buffer auch für den .NET-Client zur Verfügung.

Über Hazelcast

Hazelcast, letztjähriger Gewinner des JAX-Awards für das „Most Innovative Open Tech Business“, ist ein In-Memory Data Grid für NoSQL-Datenbanken, das auf Java basiert und als Open-Source- sowie als Enterprise-Plattform angeboten wird. Hazelcast ist auf die Optimierung von NoSQL-Datenbanken ausgerichtet und greift dazu auf verteilte Datenstrukturen wie Map, Queue, MultiMap, Topic oder Lock zurück.

Aufmacherbild: Abstract digital tunnel von Shutterstock.com / Urheberrecht: Sur

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Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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