Suche
Auf in die Zukunft!

Packer 1.0 – HashiCorp veröffentlicht erste Hauptversion des Build-Tools

Dominik Mohilo

Die Veröffentlichung einer Hauptversion ist immer etwas Besonderes. Im Falle der HashiCorp steckt dahinter ein Versprechen der Stabilität und der Rückwärtskompatibilität. Anfang dieser Woche wurde Packer 1.0 und damit die erste Hauptversion des Build-Tools veröffentlicht. Wir haben uns angesehen, was es Neues gibt und was die Zukunft für Packer bereithält.

Anfang dieser Woche hat Packer mit Version 1.0 das erste Major Release erreicht. Mitchell Hashimoto, HashiCorp-Gründer und CTO, sprach auf dem Unternehmensblog von einem „signifikanten Meilenstein“. Packer 1.0, so Hashimoto, sei ein Versprechen von Stabilität und Rückwärtskompatibilität.

Packer 1.0 is a promise of stability and backwards compatibility. We will continue to develop releases for 1.0 to fix any issues that may exist. At the same time, development on major new versions of Packer are underway.

–Mitchell Hashimoto

Mit Version 1.0 sei aber keinesfalls das Ende der Entwicklung eingeläutet worden, wird Seitens der HashiCorp klargestellt: Packer 1.0 sei ein Meilenstein, aber eben nicht das Ende der Fahnenstange. Bis zur nächsten Hauptversion von Packer können sich Nutzer des Open-Source-Tools jedenfalls zumindest auf regelmäßige Wartungsreleases verlassen.

Packer 1.0 – das ist neu

Besonders viele neue Features bringt die erste Hauptversion von Packer nicht mit. Die letzten sechs Monate widmete sich das Entwicklerteam vor allem dem Bugfixing und der Lösung von Problemen, die in früheren Versionen des Tools bestanden. Im jüngsten Update wurden ebenfalls Bugs gefixt, zum Beispiel wird nun beim Debugging der korrekte Name des aktuellen Schritts angezeigt. Auch das Aufrufen der --help– und --versionPacker ist nun mit Status 0 möglich.

Für den Ansible-Builder werden in Version 1.0 klarere Fehlermeldungen ausgegeben, wenn beim Abrufen der Ansible-Versionsnummer Probleme auftreten, auch die Vervollständigung von azure-setup.sh läuft in Packer 1.0 sorgfältiger ab. Im amazon-chroot-Builder können jetzt auch leere Listen in copy-files eingefügt werden, um das Kopieren von /etc/resolv.conf zu verhindern.

Die neue Webseite von Packer / Quelle: HashiCorp Blog

Wenn sich auch im Tool selbst wenig getan hat, wurde für Packer 1.0 doch einiges an Arbeit in das Umfeld des Tools investiert. So gibt es für Packer zum Beispiel ein neues Logo und eine vollständig überarbeitete Webseite. Die Dokumentation des Tools wurde ebenfalls noch einmal aufgebohrt: Sie kann nun in einem druckerfreundlichen Format bezogen werden und unterstützt verlinkbare Überschriften.

Weitere Informationen zu den Änderungen in Packer 1.0 gibt es auf GitHub, die Ankündigung zum Major Release gibt es auf dem HashiCorp Blog.

Was ist Packer?

Heruntergebrochen auf das Wesentlichste ist Packer ein Tool, mit dem sich Images für Cloud-Plattformen, virtuelle Maschinen, Container usw. erstellen lassen. Das Ganze funktioniert aus einer einzigen Grundkonfiguration heraus. Das leichtgewichtige Tool ist dabei nicht nur hochgradig performant, sondern kann auch Machine Images für unterschiedliche Plattformen zeitgleich erstellen. Ein Machine Image ist in diesem Zusammenhang eine einzelne, statische Einheit, die ein vorkonfiguriertes Betriebssystem und installierte Software enthält.

Packer bei Hashicorp

So fügt sich Packer ins HashiCorp-Universum ein / Quelle: HashiCorp Blog

Bevor Packer auf den Markt kam, mussten viele Unternehmen für verschiedene Abteilungen und Prozesse – je nach verwendeter Plattform – individuelle Images mit unterschiedlichen Arbeitsschritten erstellen. Damit war natürlich auch an eine Automatisierung in keinster Weise zu denken.

Packer 1.0 unterstützt das Erstellen von Images für Amazon EC2, CloudStack, DigitalOcean, Docker, Google Compute Engine, Microsoft Azure, QEMU, VirtualBox, VMware und einige weitere bereits „out of the box“. Während das Team aktuell an der Unterstützung weiterer Plattformen arbeitet, können User bereits jetzt durch Plug-ins Packer für neue Plattformen fit machen.

Die Dokumentation von Packer findet sich hier, eine Einführung zum Building Tool ist auf der Homepage des Tools veröffentlicht worden, dort kann es auch heruntergeladen werden.

Geschrieben von
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.