HackerRanks veröffentlicht neuen Women in Tech Report

Digital Natives lernen früh programmieren: HackerRank Women in Tech Report 2019

Maika Möbus

© Shutterstock / Nadia Snopek

HackerRank hat im zweiten Jahr in Folge einen Report zu Frauen in der IT-Branche herausgegeben. Welche Programmierskills, Motivationen und beruflichen Interessen haben Entwicklerinnen der Generation Z?

Die Tech-Firma HackerRank veröffentlicht regelmäßig den Developer Skills Report. Seit dem letzten Jahr wird zusätzlich der Women in Tech Report erstellt. In der aktuellen Ausgabe liegt der Fokus auf Frauen aus Generation Z, also ab dem Geburtsjahr 1997. Die jungen Entwicklerinnen nennen neue Berufsprioritäten und unterscheiden sich hinsichtlich der beliebtesten Programmiersprachen kaum von männlichen Entwicklern ihrer Altersklasse.

Die Top 5 Programmiersprachen

Entwicklerinnen aus der Generation Z haben klare Favoriten unter den Programmiersprachen: 80 Prozent verfügen über Kenntnisse in C, während 72 % Java und 71 % C++ anwenden können. Dahinter folgt Python mit 59 Prozent, während JavaScript mit 50 % das Schlusslicht der Top 5 bildet. Die Ergebnisse unterscheiden sich nur wenig von den Kenntnissen der männlichen Entwickler der gleichen Generation. So verfügen mit 63 Prozent etwas mehr männliche Entwickler über Python-Kenntnisse, während Java nur von 66 Prozent genannt wurde.

Arbeitgeber suchen laut HackerRank zu 59 % nach JavaScript-Entwicklerinnen und -Entwicklern. Darauf stellen sich die Gen-Z-Frauen ein: Zusätzlich zu den 50 Prozent mit vorhandenen JavaScript-Fähigkeiten möchten 35 Prozent JavaScript lernen. Zu den weiteren Programmiersprachen, die sich Gen-Z-Frauen aneignen möchten, zählen zum Beispiel C# (42 %) und Go (34 %), aber auch die bereits häufig beherrschte Sprache Python möchten 33 Prozent zu ihrem Portfolio hinzufügen.

Programmieren wird kinderleicht

Schon bevor sie 16 Jahre alt waren, erwarben knapp 30 Prozent der Entwicklerinnen aus Generation Z Programmierkenntnisse, im Vergleich zu 18 Prozent in vorherigen Generationen. HackerRank erklärt das mit einer Zunahme an Programmierkursen in Schulen sowie außerschulischen Aktivitäten und Sommerkursen. In Großbritannien und Australien sei Programmieren bereits für 5-jährige Kinder Teil des Lehrplans.

 

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Entwicklerinnen der Generation Z unterscheiden sich in einigen beruflichen Vorstellungen von vorigen Generationen. So legen 14 Prozent der jüngeren Entwicklerinnen Wert darauf, bei einer prestigeträchtigen Firma zu arbeiten, was nur auf 7 % der mindestens 22-jährigen Entwicklerinnen zutrifft. Dafür ist jedoch das Gehalt nur für 16 % der Gen-Z-Frauen ein entscheidender Faktor. Bei den Entwicklerinnen ab dem Alter von 22 Jahren hat die Vergütung einen höheren Stellenwert: Sie ist für 26 % wichtig. HackerRank relativiert diese Werte durch vermutete höhere finanzielle Verpflichtungen mit zunehmendem Alter.

Datengrundlage

Für den Report befragte HackerRank über 12.000 Entwicklerinnen aus mehr als 100 Ländern bezüglich ihrer Programmierfähigkeiten, ihrer Motivationen und beruflichen Interessen. In der Auswertung wurde der Fokus auf Frauen aus der Generation Z gelegt, also ab dem Geburtsjahr 1997. Zur Generation Z zählte HackerRank alle Frauen, die zum Befragungszeitpunkt 21 Jahre alt oder jünger waren. Frauen dieser Generation seien schließlich Digital Natives und hätten daher andere Interessen und Werte als frühere Generationen.

Weitere Details zum Women in Tech Report 2019 gibt es bei HackerRank.

Geschrieben von
Maika Möbus
Maika Möbus
Maika Möbus ist seit Januar 2019 Redakteurin bei Software & Support Media. Zuvor studierte sie Soziologie an der Goethe-Universität Frankfurt und an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
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