GWT.create: Vaadin organisiert weltweit erstes GWT Event

Claudia Fröhling
(Quelle: Vaadin)

Kurz vor Weihnachten haben sich in Frankfurt gut 400 Teilnehmer zur europaweit ersten Konferenz rund um das Google Web Toolkit und dessen Ökosystem zusammengefunden: die GWT.create hat sich mit Events in San Francisco und Frankfurt in einer Nische positioniert, die bislang noch unbesetzt war und offensichtlich auch einen Nerv getroffen hat. Interessant dabei ist vor allem, dass das Event in Kalifornien nur halb so viele Entwickler locken konnte wie das deutsche – ein Beweis für die lebhafte GWT Community in Europa.

Das zweitägige Event begann gestern und läuft zur Stunde noch. Während sich Tag 1 vor allem auf das Google Web Toolkit selbst konzentriert hatte, liegt der Fokus heute auf dem Ökosystem bestehend aus zahlreichen Frameworks, die eng mit GWT verzahnt sind. Für viele überraschend: GWT.create wird nicht von Google veranstaltet, sondern von Vaadin. Seit der Gründung des GWT Steering-Komitees, in dem Vaadin einen Platz hat, ist die Verzahnung zwischen beiden Projekten immer stärker geworden. „Ich spiele schon länger mit dem Gedanken, ein eigenes Event zu organisieren. Ursprünglich dachte ich an eine Art ‚VaadinOne’, aber nachdem die Zusammenarbeit mit GWT immer stärker wurde, machte es mehr Sinn, die gesamte Community anzusprechen, und so entstand GWT.create“, erklärt uns Vaadin CEO Joonas Lehtinen in Frankfurt.

Joonas Lehtinen (Quelle: Vaadin)

Tatsächlich fungiert Joonas als Program Chair des Events, auch die gesamte Orga läuft über Vaadin. Wer jetzt erwartet, dass das Framework auch prominent in der Agenda auftaucht, täuscht sich. Wie oben schon angesprochen, präsentiert sich das Programm sehr ausgeglichen mit allen Vertretern des Ökosystems, sei es Red Hat (mit Errai), Sencha (mit GXT) oder ArcBees (mit GWTP). Zusammen mit Vaadin waren die Vertreter dieser Firmen auch heute gemeinsam auf der Bühne, um über ihre Projekte und Roadmaps zu berichten. Vaadin Framework 7.2 steht übrigens schon in den Startlöchern, mehr dazu im Januar.

Joonas Lehtinen erklärt die Hintergründe der GWT.create (Quelle: Vaadin)

Den Auftakt gestern machte Ray Cromwell von Google, ebenfalls Mitglied des Steering-Komitees. Er gab einen Ausblick auf das für nächsten Sommer erwartete Google Web Toolkit 3.0, das von Java 8 profitieren und bessere Interoperabilität zwischen Java und JavaScript erreichen will. Auch die von vielen noch kritisierte Compile-Zeit soll in GWT 3.0 verbessert werden. Daniel Kurka aus dem GWT-Team erklärte im Anschluss, dass man es künftig Entwicklern erleichtern wolle, Contributions in GWT einfließen zu lassen. Man habe jetzt die einmalige Chance einer Tabula rasa, nachdem 2012 das GWT-Büro in Atlanta geschlossen und das Team nahezu komplett neu zusammengestellt worden war.

Mit GWT 3.0 und Vaadin 7.2 erwarten die Community also kommendes Jahr wichtige Meilensteine, und auch Sencha und Co. haben Updates für 2014 angekündigt. Wenig verwunderlich also, dass Joonas Lehtinen bereits Ideen für die nächste GWT.create sammelt.

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Claudia Fröhling
Claudia Fröhling
Claudia Fröhling hat in verschiedenen Redaktionen als TV- und Onlineredakteurin gearbeitet, bevor sie 2008 zur Software & Support Media GmbH kam und sich bis 2014 um alle Projekte des Verlages im Ressort Java kümmerte. Claudia hat einen Abschluss in Politikwissenschaften und Multimedia Producing. Ihr Google+ Profil findest du hier.
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