RPC-Framework für HTTP/2

gRPC erreicht Beta-Status

Michael Thomas

© Shutterstock.com/Bloomua

Ende Februar machte Google sein Remote Procedure Call-Framework gRPC quelloffen. Mit dem nun erfolgten Release der Beta-Version rückt der Einsatz des Projekts in Produktionsumgebungen in greifbare Nähe.

Die Beta-Version stellt den Entwicklern zufolge einen bedeutenden Schritt im Hinblick auf die API-Stabilität dar und öffnet damit dem Einsatz in Produktionsumgebungen potentiell Tür und Tor.

Erwähnenswerte Neuerungen in gRPC betreffen beispielsweise die im Hinblick auf den Installationsprozess erzielten Fortschritte: Neben der Installation anhand von Debian-Packages und sprachspezifischer Package-Manager stehen zudem Docker-Images auf Docker Hub bereit. Zudem wurden sowohl die allgemeine als auch die sprachspezifischen Referenzdokumentationen überarbeitet.

In den kommenden Monaten soll das Hauptaugenmerk des gRPC-Projekts auf der weiteren Verbesserung der Performance und Stabilität liegen. Des Weiteren sollen einige ausgewählte Features implementiert werden – darüber, welche dies sein werden, schwiegen sich die Macher bislang allerdings aus.

Was ist gRPC?

gRPC ist ein sowohl sprach- als auch Plattform-neutrales RPC-System, das von Google u.a. für Cloud Computing-Dienste eingesetzt wird. Laut Aussagen des Unternehmens bietet es einen Bandbreiten- und CPU-schonenden Weg, um massiv verteilte Systeme zu realisieren. Darüber hinaus soll es sich auch für mobile Anwendungen, die Echtzeitkommunikation sowie IoT-Geräte und APIs eignen.

In erster Linie zielt gRPC auf Microservices ab. Mit der Hilfe von Compilern können insgesamt zehn Sprachen für die Erstellung von Client- und Server-Stubs verwendet werden: C, C++, C#, Go, Java, Node.js, Objective-C, PHP, Python und Ruby.
Da gRPC auf HTTP/2 läuft und die Erstellung von Client-Bibliotheken für iOS und Android unterstützt, hofft Google, dass es für die Entwicklung von Backend-Cloud-Services für mobile Anwendungen genutzt werden wird. Durch Bidirektionales Streaming, Datenflusssteuerung, Headerkompression und das gleichzeitige Senden mehrerer Requests über eine einzige TCP-Verbindung soll die Akkulaufzeit von mobilen Geräten verlängert, sowie eine Beschleunigung von Cloud-Diensten und -Webanwendungen erreicht werden.

gRPC steht unter der BSD-Lizenz.

Aufmacherbild: Modern tablet pc with mobile smart phone on a cloud. Conceptual image on cloud-computing theme. von Shutterstock.com / Urheberrecht: Bloomua

Geschrieben von
Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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