Graphdatenbanken mit eigener Standardsprache

Graph Query Language soll internationaler Standard werden

Jan Bernecke
Neo4j Graph

© Shutterstock / khakimullin Aleksandr

Property-Graphdatenbanken erhalten durch die Zustimmung des zuständigen Komitees JTC1 einen formalen, internationalen Standard. Insgesamt zehn Länder stimmten für den Vorschlag, Graph Query Language (GQL) als Datenabfragesprache einzuführen. Das an der Entwicklung beteiligte Unternehmen Neo4j geht gleichzeitig eine strategische Partnerschaft mit Google ein.

Der bereits seit Anfang 2018 bestehenden Forderung nach einer standardisierten, deklarativen Abfragesprache, wurde nun durch eine internationale Arbeitsgruppe nachgekommen. GQL hat das Ziel, die Technologie von Graphdatenbanken weiterzuentwickeln und die Abfrage von Daten zu vereinfachen. Dabei soll auf bestehende Strukturen bereits etablierter Sprachen zurückgegriffen werden, um Kompatibilität und Interoperabilität zu gewährleisten. Weitere Informationen zu GQL finden Sie in der offiziellen Pressemitteilung.

Neo4j GQL

Quelle: Neo4j

Neben großen Technologiekonzernen wie SAP und IBM beteiligt sich auch die Graphdatenbank Neo4j aktiv an der Entwicklung der neuen Standardsprache.

Neo4j und Google gehen Partnerschaft ein

Die Open-Source-Graphdatenbank Neo4j ermöglicht es dem Benutzer, Daten direkt in Graphen, anstatt in Tabellen zu speichern. Wie das Unternehmen mitteilte, wird es eine Integration der Neo4j-Datenbank in die Verwaltungskonsole der Google Cloud Plattform geben. Inklusive Abrechnung und Support. Die Integration läuft dabei über Googles Kubernetes Engine (GKE) und bietet eine End-to-End-Verschlüsselung an. Von der Partnerschaft versprechen sich sowohl Google als auch Neo4j, ein Angebot an Graphdatenbanken in der Cloud zur Verfügung stellen zu können. Damit sollen Entwickler vernetzte Daten effektiver nutzen und komplexere, langwierige Abfragen umgehen können.

Ausführliche Informationen zur Partnerschaft mit Google finden sich im Blog des Unternehmens.

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Jan Bernecke
Jan Bernecke
Jan Bernecke ist seit 2019 Online-Redakteur bei S&S Media. Zuvor war der rugbyspielende Literaturwissenschaftler im Bereich Online-Marketing tätig.
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