Wochenrückblick KW 9

Grandiose JavaFX UIs, Programmieren mit Emojis und das neue Raspberry Pi 3 – unsere Top-Themen der Woche

Kypriani Sinaris

©Shutterstock/Bohbeh

Auch wenn böse Zungen etwas anderes behaupten mögen: Java UIs können richtig schön werden – mit JavaFX! Daher haben wir uns in der vergangenen Woche mal genauer angesehen, welche Vorteile der Einsatz von JavaFX bietet und wo sich Entwickler noch etwas mehr von dem Framework wünschen. Welche Themen außerdem beliebt waren, lesen Sie in unseren Top-Themen der Woche.

Emojicode

Wetten, Sie benutzen Emojis jeden Tag? Die kleinen Gesichter, Tiere oder Früchte werden nicht nur in Messengern und privaten Chats verwendet. Manchmal helfen sie auch unter Kollegen, die ein oder andere Aussage zu entschärfen. „Heute ist Deadline!“ klingt mit einem 😉 doch gleich weniger bedrohlich – was man von der anderen Person verlangt, kommt aber trotzdem klar rüber.

Emojicode ist eine quelloffene, objektorientierte Multiparadigmensprache, die – Überraschung! – beinahe ausschließlich aus Emojis besteht. Der Emojicode-Compiler kompiliert nur diejenigen Dateien auf korrekte Weise, die UTF8-kodiert sind. Sämtliche Namen von Typen, Methoden, Klassenmethoden und Initializern werden in Emojicode als Emojis ausgedrückt; Variablen können hingegen keine enthalten. Die Sprache bietet Optionals, Generics und Closures sowie ein gebrauchsfertiges Package-System, das einen Zugriff auf jeden Teil des Systems zulässt. Klingt ja gar nicht so schlecht 😉 .

Oracle JET ist jetzt Open Source

Oracle JET ist eine Enterprise-ready JavaScript-Lösung für Entwickler, die an Client-seitigen Applikationen arbeiten. Gertjan Wielenga, Product Manager der NetBeans IDE, erklärt in einem exklusiven Post, wie das JavaScript Extension Toolkit funktioniert und wann es sinnvoll ist, es einzusetzen. Sie möchten noch mehr erfahren? Dann empfehlen wir die GitHub Page oder das folgende Video:

JavaFX-Anwendungen aus der Praxis

Im JAX Track of the Week zu User Interfaces und UX haben wir die Frontends der Java-Welt unter die Lupe genommen. In seiner Serie zu JavaFX Real-World Applications zeigt Speaker und Autor Alexander Casall, wie JavaFX UIs aussehen können. Außerdem hat er in kurzen Interviews gefragt, welche JavaFX-Highlights seine Kollegen herausstellen würden oder wie zufrieden sie mit der Arbeit von Oracle an JavaFX sind.

In der vergangenen Woche konnten sich JavaFX-Liebhaber außerdem über die neue Bibliothek JFXC freuen. Damit lassen sich schicke Steuerungselemente einfach in JavaFX integrieren, der Entwickler Tobias Jonas verspricht so mehr Power für JavaFX GUIs.

Und wo steht JavaFX im Vergleich zu anderen UI-Toolkits wie Swing, HTML5 und SWT? Diese Frage stellten wir Manuel Mauky im Interview. Sein Fazit:

Ich kann den Streit nicht ganz nachvollziehen. Ich persönlich bin zwar hauptsächlich mit JavaFX beschäftigt, interessiere mich aber auch sehr für die Entwicklungen im Webbereich und lasse mich gerne inspirieren – so ist ja auch mein JAX-Talk entstanden. HTML5 ist für viele Anwendungsfälle sicherlich eine gute Wahl, aber es gibt nach wie vor und auch in nächster Zukunft Anwendungsfälle, in denen klassische Desktop-Anwendungen die sinnvollste Lösung darstellen. Und da ist JavaFX sicherlich eine gute Option.

Und da gibt es natürlich auch noch AngularJS aus der Familie der JavaScript-Frameworks. Welche Faktoren sprechen für dessen Einsatz? Robin Böhm meint:

Mit AngularJS gab es zum ersten Mal ein Komplettpaket, um Single-Page-Applications (SPA) zu bauen. Dabei wurden viele Dinge richtig gemacht:

  • Mir als Entwickler werden viele triviale Entscheidungen abgenommen. Folglich passieren mir weniger Fehler.
  • Das Framework ist nicht nur extrem gut mit Tests abgedeckt, sondern das Testen meiner eigenen Applikation wird mir sehr einfach gemacht. Die Wartbarkeit wird dadurch enorm erhöht.
  • Ich kann normale JavaScript-Objekte verwenden und muss keine Wrapper schreiben. Ich muss weniger Code schreiben und kann externe Bibliotheken ohne Wrapper benutzen.
  • HTML wird erweitert, statt eine neue Template-Sprache einzuführen. Ich muss also nicht mein ganzes HTML-Wissen über Bord schmeißen, sondern kann darauf aufbauen.
  • Ich beschreibe mein Layout deklarativ. Wenn ich also neue Daten habe, muss ich nicht selbst sagen: Suche mir die Liste, guck wo das letzte Element ist, erzeuge aus Daten und Template ein neues Listenelement, füge das Element ein. AngularJS übernimmt das für mich.

Das vollständige Interview mit Robin Böhm lesen Sie hier.

Eclipse Mars 4.5.2 veröffentlicht

Der Countdown läuft: Bevor uns im Juni der Release-Train Eclipse Mars erwartet, wurde jetzt Eclipse Mars 4.5.2 veröffentlicht. Das letzte große Update vor Neon enthält neben einigen Packages für Java-EE-Entwickler oder C- und C++-Entwickler auch zahlreiche Bugfixes.

Aber das ist nicht das einzige, was in der letzten Eclipse-Woche los war. Ich unserer wöchentlichen Kolumne Eclipse Weekly erfahren Sie außerdem, was es neues von Eclipse Orion oder über die Zukunft von Xtext zu berichten gibt. Schauen Sie mal vorbei!

Schnell, schneller, Raspberry Pi 3?

In der vergangenen Woche hat die Raspberry Pi Foundation die dritte Generation des Raspberry Pi vorgestellt. Diese soll mit deutlich besserer Performance punkten, denn der Einplatinencomputer ist nicht nur mit integriertem WLAN und Bluetooth 4.1 ausgestattet, sondern auch mit 1.2 GHz 64-bit Quad-Core ARM Cortex-A53 CPU.

Die Reaktionen auf das neue Board fallen sehr positiv aus:

Ein Blick in die Glaskugel

In dieser Woche widmen wir uns mit dem JAX Track of the Week dem Thema Test & Quality. Am Freitag gab es schon einen kleinen Vorgeschmack mit der Frage, ob Entwickler ihren eigenen Code testen sollten. Außerdem lesenswert: unser Interview mit Stefan Hildebrandt, Speaker bei der kommenden JAX, zum Thema automatisiertes Testen mit Docker Containern.

Weitere Must-Reads der Woche:

Aufmacherbild: Newspapers folded and stacked von Shutterstock / Urheberrecht: Bohbeh

Geschrieben von
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris studierte Kognitive Linguistik an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Seit 2015 ist sie Redakteurin bei JAXenter und dem Java Magazin.
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