Das heilige Grail

Grails 4.0 ist da: Groovy wird Serverless dank Micronaut

Dominik Mohilo

© Shutterstock / Efrat Shine

Das Webframework Grails hat nach über vier Jahren endlich ein großes Update bekommen. Grails 4 bringt dabei aber nicht nur Aktualisierungen für die zugrundeliegenden Sprachen, Frameworks und Tools wie Java oder Spring. Auch neue Features, etwa die Nutzbarkeit von Micronaut, sind Teil des Major Releases.

Es ist letztens etwas ruhig um die Programmiersprache Groovy und auch um das an Ruby on Rails angelehnte Webframework Grails geworden. Umso schöner für alle Groovy-Entwickler, dass es nun endlich ein großes Update für Grails gibt. Nach vier Jahren Entwicklungszeit (wie passend) wurde Grails 4 nun veröffentlicht. An Bord sind eine Menge aktualisierter Abhängigkeiten, aber auch neue Funktionen.

Grails 4.0 – das ist neu

Das wichtigste vorweg: Die Abhängigkeiten. Grails 4.0 setzt die Nutzung von Java ab Version 8 voraus, außerdem ist das Framework auf Groovy 2.5 ausgelegt. Das Spring Framework wird ab Version 5.1 unterstützt, Spring Boot ab Version 2.1. Ebenfalls Mindestvoraussetzung für die Nutzung sind Hibernate 5.4 und Gradle 5.

Interessant ist Grails 4.0 aber auch für alle, die sich die Nutzung von Micronaut in Verbindung mit Groovy interessieren, denn die neue Version des Webframeworks bringt sämtliche Funktionen von Micronaut auch für Grails-Anwendungen nutzbar – Groovy goes Serverless sozusagen. Der HTTP Client von Micronaut hat dem Team sogar so gut gefallen, dass er nun als der HTTP Client für Grails-Anwendungen definiert wurde.

Neben diesen Neuerungen wurde auch die Zeit für das Starten von Grails verbessert und der benötigte Speicher im Vergleich zu früheren Releases etwas reduziert, was mit der Umstellung auf Spring Boot 2.1 einerseits und der internen Infrastrukturverknüpfung mit Micronaut zu tun hat.

Weitere Informationen zu Grails 4.0 gibt es im Blog-Artikel von Graeme Rocher, OCI Grails & Micronaut Product Lead und Principal Software Engineer und auf GitHub. In der Dokumentation gibt es wichtige Tipps und Tricks zum Upgrade auf die neue Grails-Version.

Geschrieben von
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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