Grails 3.0 soll auf Boot basieren und den Bau von Micro Services ermöglichen

Claudia Fröhling

Das dynamische Web-Framework Grails ist in Version 2.4 erschienen. Wie Graeme Rocher im Blog berichtet, ist es das letzte Release für die 2.x-Reihe, bevor mit Grails 3.0 neue spannende Wege beschritten werden sollen. Version 2.4 hat einige neue Features vorzuweisen. Ein neues Feature bezieht sich auf GORM, also die Grails-Variante des Object Relational Mapping: GORM for Hibernate 4 und GORM for MongoDB können ab sofort unabhängig von Grails in einer Spring-Boot-Anwendungen oder einem Groovy-Script genutzt werden. Außerdem wurde GORM allgemein erweitert und unterstützt jetzt korrelierte Subqueries.

Wichtig hervorzuheben ist für Rocher vor allem die Aktualisierung auf wichtige Spring-IO-Komponenten wie Groovy 2.3 und Spring 4.0.5. Auch ist es ab Grails 2.4 möglich, Interaktionen mit dem Grails-Framework statisch zu kompilieren, unter anderem Dynamic Finders. Das bisherige Resources Plug-in wurde durch ein neues Asset Pipeline Plug-in ersetzt. Außerdem wurde das Maven-Plug-in umgeschrieben, so dass ab sofort Aether für das Dependency Management genutzt werden kann. Alle Änderungen finden sich im Grails-Guide.

Next stop: Grails 3.0

Rocher berichtet weiter von den Plänen zu Grails 3.0, mit dessen Arbeit jetzt begonnen werden soll. Das dritte Major Release soll eine „Reimagination“ des Web-Frameworks werden: Grails soll dann komplett auf Spring Boot basieren und erweiterten Gradle-Support bieten. Die Verzahnung mit Boot klingt logisch, ist Boot doch eine gute Basis für die Implementierung von Groovy-Anwendungen. Die Pläne für Grails 3.0 unterstreichen einmal mehr die strategische Bedeutung des Boot-Projekts im gesamten Spring-IO-Stack. Spring Boot als Basis hat wiederum ein weiteres wichtiges Ziel: Mit Grails soll außerdem künftig sowohl der Bau traditioneller Webanwendungen als auch von Microservices möglich sein – diese von einander unabhängigen Service-Komponenten sind derzeit in aller Munde.

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Claudia Fröhling
Claudia Fröhling
Claudia Fröhling hat in verschiedenen Redaktionen als TV- und Onlineredakteurin gearbeitet, bevor sie 2008 zur Software & Support Media GmbH kam und sich bis 2014 um alle Projekte des Verlages im Ressort Java kümmerte. Claudia hat einen Abschluss in Politikwissenschaften und Multimedia Producing. Ihr Google+ Profil findest du hier.
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