Gradle 1.3 mit besserem Scala Support und Dependency Management

Judith Lungstraß

Bei Version 1.3 des Build-Werkzeugs Gradle handelt es sich um ein wichtiges Release. Das Tool wurde stabilisiert und optimiert, hauptsächlich im Bereich Dependency Management. Außerdem ist Scala nun endgültig zum First Class Citizen im Gradle-Ökosystem erhoben worden.

Der neue Dependency Report mit dem Namen DependencyInsight kann präzise Informationen aus dem Dependency-Graphen ziehen und zwar jetzt auch in Bezug auf nur eine bestimmte Abhängigkeit. Dieser Report wird ermöglicht durch das Resolution Result API, welches zwar schon aus Gradle 1.2 bekannt ist, nun aber bedeutend weiterentwickelt wurde.

Die inkrementelle Kompilierung mit dem neuen Zinc-basierten Compiler senkt die Kompilierzeiten für Scala-Projekte, die ja bekanntlich stets sehr hoch sind. Kompiliert werden hiermit nur die Klassen, deren Quellcode sich nach der letzten Kompilierung verändert hat. Auch die Eclipse-Integration für Gradle-Scala-Projekte hat man überarbeitet. So schließt das Eclipse Plug-in jetzt automatisch Abhängigkeiten aus, die schon vom Class Path Container der Scala-Bibliothek bereitgestellt werden. Außerdem gibt es ab der neuen Version auch die Möglichkeit zur Fork-Kompilierung außerhalb der Gradle JVM.

Teil von Gradle 1.3 sind einige Incubating Features, die noch nicht als stabil und überprüft gelten. Dazu zählen beispielsweise die größeren Anpassungsmöglichkeiten des Ivy Module Descriptors bei der Veröffentlichung eines Ivy-Formates. Für TestNG Test-Ergebnisse soll man künftig auch das HTML Report Format nutzen können.

Wer Gradle 1.3 besser kennenlernen möchte, sollte sich das virtuelle Benutzerhandbuch ansehen.

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Judith Lungstraß
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