Google will Zertifizierungsprozess für Android-Gerätehersteller vereinfachen

Michael Thomas
©Shutterstock/Gustavo Frazao

In der Vergangenheit erhielten Hersteller – wie im Falle von Android One geschehen – von Google z.T. strenge Vorgaben, welche Software auf den Geräten vorinstalliert sein musste. Die Hauptgründe: Einerseits eine einheitlichere Softwareplattform und Nutzererfahrung, andererseits höhere Einkünfte durch Apps wie Google Search.

Trotzdem wirft ein nicht unerheblicher Teil der produzierten Geräte für Google keinerlei Gewinn ab: Neuen Daten zufolge sind in manchen Entwicklungsmärkten mehr als 30% der verkauften Android-Geräte nicht zertifiziert, d.h. sie werden ohne vorinstallierte Google-Software ausgeliefert. Einem Bericht auf The Information zufolge will Google nun Maßnahmen ergreifen, um deren Marktanteil einzudämmen. So soll der als Voraussetzung für den Verkauf von Geräten mit der Advanced Version von Android zu durchlaufende Zertifizierungsprozess für weniger prominente Gerätehersteller deutlich gelockert werden. Die Zertifizierung stellte in der Vergangenheit eine der größten Hürden dar; wie genau sich der angedachte neue Zertifizierungsprozess gestalten soll, ist allerdings noch unklar.

Jedenfalls ist dies schon die zweite gute Nachricht für Hersteller und Entwickler innerhalb kurzer Zeit. So stellte Hiroshi Lockheimer (Vice President of Engineering bei Google) erst vor wenigen Tagen in Aussicht, dass Android-Entwickler voraussichtlich größere Freiheiten beim Customizing erhalten sollen.

Aufmacherbild: Business man pointing to transparent board with text: Standards von Shutterstock / Urheberrecht: Gustavo Frazao

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Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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