Google war offline: 100 Millionen Kalifornier zur Primetime ohne Drive und Co.

Eric Herrmann

18:24 kalifornischer Ortszeit quittierten sämtliche Google-Dienste ihren Dienst. Insgesamt drei bis fünf Prozent der Internet-Bevölkerung dürften den Ausfall gespürt haben. Netzwerk-Admin Tom Paseka von Cloudflare (einem großen CDN und DNS) hat nachgeforscht und bemerkt, dass sämtliche Nameserver hinter Google ausgefallen waren. Tweets von überall auf der Welt bestätigten Paseka den Ausfall.

Grund für die Google-Downtime war ein fehlerhaftes System des indonesischen Netzbetreibers Moratel, das sämtlichen eingehenden Paketen versicherte, dass sie darüber zu ihrem Ziel gelangen – um sie dann doch ins Nirvana zu schicken. Einen Anruf und weniger als 30 Minuten später hatte Paseka das Problem gelöst, indem er einen Kollegen in Indonesien alarmierte, der dann das System neu startete.

Paseka sagt, dass dies ein Präzedenzfall dafür ist, wie fragil unsere Internet-Infrastruktur ist und wie fatal es sein kann, dass sie auf Vertrauen setzt. Um so wichtiger ist es also, dass permanent Netzwerk-Admins griffbereit sind, um solche Ausfälle zeitnah zu kompensieren.

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Eric Herrmann
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