Google löscht Malware bei Android ferngesteuert

Lukasz Konieczny

Google hat bestätigt, dass insgesamt 58 Malware-Apps auf etwa 260.000 Geräte heruntergeladen wordewn seien. Google wird nun die problematischen Apps per „remote kill“ löschen, um die Geräte so von der Infektion befreien. Letzte Woche sorgten einige Malware-Apps im Android Market für Unruhe, wie mobile360 berichtet hatte.

Die Malware-Apps konnten über ein eigenes Rootkit sehr tief auf das Android OS zugreifen. Allerdings glaubt Google, dass mehrheitlich nur die IMEI-Nummern kompromittiert und keine persönlichen Daten preisgegeben wurden, wie TechCrunch berichtet. Neben dem ferngesteuerten Löschvorgang der Apps wird Google zudem auch ein automatisiertes Sicherheitsupdate für den Android Market durchführen, um diese schädlichen Rootkits wieder zu entfernen. Zudem versucht Google Maßnahmen für den Android Market zu ergreifen, um präventiv gegen Malware vorzugehen. Wie genau im Detail das ablaufen soll, sagte Google aber nicht.

Die Sicherheitslücke, die die Malware-Apps ausgenutzt haben, kann Google allerdings nicht so ohne Weiteres auf den Android-Geräten patchen. Dazu müsste erst ein Sysmteupdate für Android aufgespielt werden, das wiederum von den Providern oder Geräteherstellern bereitgestellt werden müsste. Leider hinken diese mit den Android-Versionen hinterher. So ist die Sicherheitslücke bereits seit Android 2.3 geschlossen, das aber bisher auf den wenigsten Geräten installiert ist. Damit wird die Fragmentierung zunehmend auch zu einem Sicherheitsproblem für die Android-User.  

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Lukasz Konieczny
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