Google entlässt PaaS-Lösung für Webanwendungen aus der Beta-Phase

Google gibt App Engine für Go frei

Moritz Hoffmann

(c) Shutterstock.com / Max Griboedov

Auf der heute eröffneten Gophercon werden sich Go-Entwickler drei Tage lang mit Googles Programmiersprache befassen. Als Anregung dürfte dabei nicht nur die neue Version Go 1.5 dienen, sondern auch die Ankündigung, dass die Google App Engine für Go nach vierjähriger Beta-Phase nun allgemein verfügbar gemacht wurde. Basierend auf der Google-Infrastruktur werden damit Web-Anwendungen gebaut, skaliert und ausgeführt. Was genau erwartet Entwickler in Googles PaaS-Lösung?

Laut den Entwicklern ist die Anwendung der App Engine im Interface mit dem Standard-HTTP-Paket für Go vergleichbar. Innerhalb einer Sandbox-Umgebung wird mit ihr in der Google Cloud Go-Code für Webanwendungen geschrieben und ausgeführt. Das entsprechende SDK enthält einen Go Compiler und eine Standard-Bibliothek ohne zusätzliche Abhängigkeiten. Ebenso enthalten ist ein automatischer Build Service zur Anwendungskompilierung. Der Compiler muss also nicht von Hand aufgerufen werden.

Weitere SDK-Tools sind für das Testen der gebauten Anwendungen und für den Upload der Anwendungsdateien vorgesehen. Die Go-Laufzeitumgebung beruht auf der Version 1.4. Anwendungen der App Engine sind auch in der Managed VM für Go ausführbar. Dabei handelt es sich um eine VM-Hosting-Umgebung, die zusätzliche CPU- und Memory-Optionen bereitstellt. Alle Dienste, Sprachen und Funktionen, die für die App-Engine-Plattform zur Verfügung stehen, wurden auf einer Feature-Seite zusammengestellt.

Jason Buberel, Produktmanager von Go, kündigte an, dass weiter an einer Verbesserung des SDK gearbeitet wird. Auch ein Upgrade auf die neu erschiene Version Go 1.5 soll noch erfolgen. Go hat sich zuletzt in mehreren Programmiersprachen-Rankings in die weltweite Top 20 geschoben und scheint sich dort zu etablieren. Mittlerweile sind in der nebenläufige Sprache für skalierende Anwendungen u.a. Bestandteile von Google Kubernetes, Docker, Heroku oder Dropbox entwickelt worden.

Aufmacherbild: Flat design concept of cloud service and mobile devices via Shutterstock.com
Urheberrecht: Max Griboedov

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Moritz Hoffmann
Moritz Hoffmann
Moritz Hoffmann hat an der Goethe Universität Soziologie sowie Buch- und Medienpraxis studiert. Er lebt seit acht Jahren in Frankfurt am Main und arbeitet in der Redaktion von Software und Support Media.
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