Google+: Das am schnellsten wachsende soziale Netzwerk der Geschichte

Hartmut Schlosser

Laut einer Analyse von Paul Allen, Mitbegründer von Ancestry.com, hat Google+ die Marke von 18 Millionen Nutzern überschritten. Damit soll Google+ das am schnellsten wachsende soziale Netzwerk der Geschichte sein. Hintergründe dieser Analyse samt Infografik können Sie bei den Kollegen von mobile360 nachlesen.

Hier nun zu einem anderen Aspekt: Die Tatsache, dass unter der Google+-Motorhaube mit Wave, Guice und GWT jede Menge Java-Technologie zum Einsatz kommt, hatten wir vor einigen Tagen berichtet und festgestellt: „die Java Geeks und Technik-Affinen dieser Welt tummeln sich seit dem Start bereits alle auf Google+“.

Ein Kommentator hatte diese Aussage bezweifelt und hinzugefügt: „Es [ist] für den Nutzer ziemlich egal, mit was es programmiert wurde.“

In der Tat: Wie Google+ technologisch funktioniert, wird von den Google-Entwicklern recht offen – und nicht ohne Stolz – kommuniziert. Doch die Frage ist: Wen kümmerts?

Die Facebook- und iPhone-Generation jedenfalls nicht – für die Verbreitung eines sozialen Netzwerkes sind andere Faktoren ausschlaggebend (über die sich am besten Marketing-Fachleute und Soziologen den Kopf zerbrechen sollten). Viel mehr sagt die Technologie-Offenheit aber über Google selbst aus: Google ist Entwickler-affin – und das im Gegensatz zu einer Consumer-Affinität, die exemplarisch von Apple verkörpert wird. Technologische Verspieltheit freut höchstens die begrenzte Community aus „Java Geeks und Technik-Affinen“. Das Aha-Erlebnis des 16-jährigen Teenagers wird man damit nicht gewinnen.

Insofern darf man gespannt sein, wie die Adoption von Google+ weiter voranschreitet, denn diese hat entscheidend damit zu tun, ob Google den Sprung schafft von der ins Megalomanische potenzierten „Entwickler-Bude“ zum Consumer-orientierten Unternehmen, das auch in Punkto Design und Usability neue Maßstäbe setzt. Das betrifft dann nicht nur Google+, sondern auch den Zweikampf Android versus iPhone. So groß die Unterschiede aus Entwicklersicht zwischen Android und iPhone auch sind – bis dato haben wir kaum ein Feature auf Android-Devices gesehen, das den reinen Nutzer nicht irgendwie an die Apple-Vorbilder erinnert hätte. Oder sehen Sie das anders?

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Hartmut Schlosser
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