Außerdem: Cortana kommt auf IoT-Devices mit Bildschirm

Inside IoT: Byebye Google Car, SUSE kommt auf Raspberry Pi 3 & Google Home öffnet sich für Entwickler

Mascha Schnellbacher

© Shutterstock.com /correct pictures

Die Highlights aus dem IoT-Universum. In dieser Woche haben wir wieder eine ganze Reihe spannender Neuigkeiten für euch. Im Fokus steht die Meldung, dass Google die Entwicklung eigener selbstfahrender Autos stoppt. Zudem ist mit SUSE Linux Enterprise Server erstmals ein 64-Bit-OS für Raspberry Pi 3 erhältlich, Google öffnet Google Home für Entwickler und Cortana kommt auf IoT-Devices mit Bildschirm. Des Weiteren tritt die Astro Pi Challenge in Phase 2 ein und der Raspberry Pi wird zum Weihnachtsbaum.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Google stoppt Entwicklung von selbstfahrenden Autos

Laut übereinstimmender Meldungen US-amerikanischer Nachrichtenseiten soll Google die Entwicklung seiner autonomen Fahrzeuge einstellen. Anstelle eines eigenen Autos soll demnach eine Partnerschaft mit Autoherstellern eingegangen werden. Dabei wird der Fokus nicht länger auf einem Automobil ohne Lenkrad und Bremsen liegen, sondern auf Sensoren und Software für das autonome Fahren.

Google arbeitet zwar bereits seit Mai mit Fiat Chrysler auf diesem Gebiet zusammen, der Schritt überrascht angesichts der vielen zurückgelegten Testkilometer des Google Car aber doch. Hinter dem Entschluss stecken angeblich Alphabet-CEO Larry Page und CFO Ruth Porat. Ganz aufgeben will das Unternehmen seine Forschungsarbeit aber nicht: Laut Insider-Berichten soll noch 2017 ein autonomer Taxidienst vorgestellt werden – womit Google in direkte Konkurrenz zu Uber treten würde. Noch am heutigen Dienstag wird Google ein Statement zu den Meldungen abgeben – wir bleiben dran!

SUSE Linux Enterprise Server für Raspberry Pi 3

Der Raspberry Pi 3 mit eingebautem Quad-Core-ARM-Cortex-A53-Prozessor ist der erste 64-Bit-Raspi, der dem ARM-A64-Instruction-Set und der ARMv8-A-Architektur entspricht. Bislang existierte aber noch kein passendes 64-Bit-Betriebssystem. In der Community gab es zwar einige Bestrebungen, so gibt es etwa mittlerweile einen funktionierenden 64-Bit-Kernel. Jetzt hat mit SUSE erstmals ein großer Hersteller ein 64-Bit-Betriebssystem veröffentlicht, das Raspberry Pi 3 unterstützt. SUSE Linux Enterprise Server für Raspberry Pi 3 kann über die Projektwebsite heruntergeladen werden.

Google öffnet Google Home für Entwickler

Ab sofort können Entwickler eigene Erweiterungen für Google Home entwerfen, sogenannte Conversation Actions. Mit diesem Feature schließt Google zu den Skills von Amazon Alexa auf: Nutzer können nun direkt mit dem smarten Lautsprecher interagieren, ohne zuvor eine App installieren zu müssen. Conversation Actions lassen sich mit den beiden Tools API.AI und Gupshup entwickeln. Da die natürliche Sprache aber ihre ganz eigenen Tücken aufweist, ist das Erstellen von Konversationen für Google Home gar nicht so einfach. Dazu gibt Google Entwicklern eine ganze Reihe Tipps und Tricks sowie Beispiele an die Hand. In Zukunft sollen die Conversation Actions auch für Pixel-Smartphones und Google Allo kommen. Interessierte sollten einen Blick auf das Early-Access-Partner-Program werfen.

Cortana kommt auf IoT-Devices mit Bildschirm

Im Zuge der Auslieferung des Creators Update im Frühjahr 2017 plant Microsoft, Cortana auch auf Windows-10-IoT-Core-Geräte mit Bildschirm zu bringen. Zwei neue Features stehen dabei besonders im Fokus: Wake on Voice from Modern Standby und Far-field Voice. Wake on Voice ermöglicht Cortana das Einschalten von Rechnern auf Devices, die das Windows-10-Modern-Standby-Power-Management unterstützen. Far-field Voice erlaubt den Einsatz von Cortana in Räumen mit Umgebungsgeräuschen und auf eine Entfernung von bis zu vier Metern. Auf diese Weise kann Microsofts Sprachassistent aus der Ferne mit verschiedenen IoT-Devices interagieren – sofern sie über ein Display verfügen.

Astro Pi Challenge – Phase 2

Die Astro Pi Challenge tritt in die zweite Phase ein: Mehr als 350 Teams wurden für den Wettbewerb ausgewählt. Sie bekommen nun die Chance, ihre Projekte zur ISS zu schicken. Dazu erhalten die Teams in Kürze das Astro-Pi-Kit und müssen damit eine Lösung für die von Astronaut Thomas Pesquet gestellte Aufgabe finden: herausfinden, ob Crewmitglieder im Columbus-Modul der ISS arbeiten. Zweiter Teil der Challenge ist die Erstellung einer eigenen Überwachungsmission, z. B. die Messung der Luftqualität o. Ä. Bis 28. Februar bleibt Zeit, danach werden bis zu fünf Teams pro Land (insgesamt sind 15 Länder dabei) für Phase 3 ausgewählt. Die jeweiligen Codes werden dann an Pesquet auf die ISS geschickt und bis zum Frühjahr 2017 dort belassen. Ausführliche Informationen zur Challenge und zu den Teilnahmebedingungen finden sich auf der Projektwebsite.

Raspberry Pi wird zum Weihnachtsbaum

Wem zuhause oder im Büro noch die nötige Weihnachtsstimmung fehlt, kann hier geholfen werden: Alles, was man dafür braucht, sind ein Raspberry Pi und das 3D Xmas Tree Kit von The Pi Hut. Das Kit verwandelt den Raspi schnell und einfach in einen erleuchteten 3D-Weihnachtsbaum. 25 individuell steuerbare LEDs, die in rot und weiß aufleuchten, und die Tannenbaumform sorgen so für den richtigen Spirit. Knapp 12 Euro muss man allerdings investieren.

Und jetzt alle: Fröhliche Weihnacht überall, tönet durch die Lüfte froher Schall…

Quelle: thepihut.com

Quelle: thepihut.com

Geschrieben von
Mascha Schnellbacher
Mascha Schnellbacher
Mascha Schnellbacher studierte Buchwissenschaft und Deutsche Philologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seit Juni 2015 arbeitet sie als Redakteurin in der Redaktion des Entwickler Magazins bei Software & Support Media. Zuvor war sie als Lektorin in einem Verlag sowie als freie Editorin tätig.
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