Google bringt Android 4.0 SDK heraus

Lukasz Konieczny

Heute früh um 4 Uhr MEZ war es soweit: Google stellte die nächste Version von Android vor, auch Ice Cream Sandwich genannt. App-Entwickler können sich bereits jetzt schon auf das Android 4.0 SDK freuen, das ab sofort verfügbar ist.

Mit der vierten Version von Android führt Google endlich ein einheitliches UI-Framework für Smartphones und Tablets ein. Damit sollen sich Apps bauen lassen, die auf den beiden Geräte-Kategorien optimal laufen sollen. Bereits von Android 3.x bekannte Interface-Elemente und APIs wie Fragmente, Content Loader, Action Bar, Rich Notifications und größenveränderbare Homescreen-Widgets sind bei Ice Cream Sandwich genauso an Bord wie zahlreiche neue APIs und Features.

UI-Elemente 

GridLayout unterstützt flache View-Hierarchien, die sich schneller rendern und layouten lassen, um so die Performance einer Android-App zu erhöhen. Durch flache Hierarchien können Entwickler auch Ausrichtungen zwischen den Komponenten verwalten, die optisch miteinander verbunden sind, auch wenn sie nicht logisch zusammenhängen. 

Mit dem neuen TextureView-Objekt können Entwickler direkt mit OpenGL ES Texturen interagieren. Das Objekt ermöglicht es Entwicklern, OpenGL Rendering anzuzeigen zu bearbeiten, so wie eine normale Objekt-Ansicht  in der Hierarchie, einschließlich des Bewegens, Transformierens und Animierens der Ansicht je nach Bedarf. Damit können auch Kamera-Vorschauen, decodiertes Video und OpenGL Spiele-Szenen leichter einzubetten. 

Android 4.0 bietet auch Support für Hardware-beschleunigtes 2D-Drawing. Damit lassen sich UI-Effekte unter Beibehaltung guter Performance schaffen. Auch der Support eines Stylus ist komplett in Android 4.0 integriert.    

Interaktion

Die neue Social API können Apps mit entsprechender Benutzerberechtigung auf Kontakte, Profil-Daten, Fotos und Statusmeldungen aus sozialen Netzwerken zugreifen. Über eine Calender API werden Apps zudem Dienste des Kalenders integrieren können. 

Eine Voicemail API und ein dazugehöriger gemeinsamer Provider ermöglichen es, Apps zu entwickeln, die auf einen einheitlichen Voicemail Store zugreifen. 

Mit Android Beam führt Google ein Feature ein, das es ermöglicht, dass Apps über NFC Informationen übertragen, zum Beispiel um Kontaktdaten zwischen zwei Geräten auszutauschen und ein Multiplayer Game zu starten. 

Android 4.0 kann zudem auf Wi-Fi-Direct zugreifen. Damit können Apps über Wi-FI-Direct zum Beispiel Daten austauschen. Apps bei Ice Cream Sandwich können zudem auf das Bluetooth Health Device Profile (HDP) zugreifen. Damit kann das Smartphone oder Tablet über Bluetooth mit anderen Geräten in Krankenhäusern oder Fitnessstudios kommunizieren.  

Multimedia

Auch die Möglichkeiten zum Einbinden und Nutzen von Medien wurden erweitert. Android 4.0 führt dazu Low-level-Multimedia-Streaming ein. Hierfür wurde eine neue native API auf Basis von Khronos OpenMAX AL 1.0.1 eingeführt. Anwendungen können nun verarbeitete Daten an die Plattform als Multiplex-Stream von Audio- und Video-Inhalte im MPEG-2-Format senden. 

Die Audio Remote Control API erlaubt Anwendungen, in die Wiedergabe-Steuerelemente für Musik eingebaut werden können, die sich auch bedienen lassen, wenn das Display im gesperrten Modus ist. Android 4.0 bietet zudem Support für WebP, VP8, HTTP-Live-Streaming nach Protokoll in Version 3 und Codierung von AAC-Inhalten mit ADTS.   

Eine detaillierte Auflistung aller neuen Features des Android 4.0 SDK hält Android Developers bereit, dort kann auch das SDK heruntergeladen werden. Eine Überischt aller neuen Features aus User-Prespektive haben die Kollegen von mobile360 zusammengestellt.

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Lukasz Konieczny
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