Google baut riesiges Rechenzentrum in den Niederlanden

Michael Thomas
© Shutterstock/gualtiero boffi

Um die ständig steigende Nachfrage nach Diensten wie Gmail und YouTube auch weiterhin befriedigen zu können, baut Google ein gewaltiges 120-Megawatt-Rechenzentrum im niederländischen Eemshaven. Mit den Rechenzentren in Dublin (Irland), Hamina (Finnland) sowie in St. Ghislain (Belgien) wird die Gemeinde somit zu Googles viertem offiziellen Standort in Europa.

Schon 2016 soll es den Betrieb zumindest teilweise aufnehmen, spätestens Ende 2017 soll es voll einsatzbereit sein. Während der 4-jährigen Bauzeit will Google insgesamt 600 Millionen Euro investieren. Das Rechenzentrum soll dabei den neuesten Standards im Bereich der Kühl- und Elektrotechnik entsprechen: So wird es ausschließlich auf Freie Kühlung, d.h. aktive und passive Kühlung durch Kaltluft sowie kaltes „Grauwasser“ (gering verschmutztes Abwasser) setzen. Darüber hinaus wird es laut Google 50% weniger Energie verbrauchen als ein herkömmliches Rechenzentrum; der Strom soll dabei ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen stammen.

Google ist mit seinen Expansionsplänen nicht allein: So plant Apple gerüchteweise ebenfalls, ein Rechenzentrum in Eemshaven zu errichten. Und Microsoft ist offenbar an dem Dörfchen Middenmeer in der Provinz Nordholland interessiert. Es scheint, als übten die Niederlande eine besondere Anziehungskraft auf IT-Konzerne aus.

Aufmacherbild: 3d image of datacenter and blue sky von Shutterstock / Urheberrecht: gualtiero boffi

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Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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