Google ändert Richtlinien für Android-Entwickler

Astrid Spier

Google hat die Richtlinien für Android-Entwickler in den Google Play Developer Program Policies geändert. Darauf wies das Unternehmen in E-Mails an registrierte Entwickler und per Mitteilung hin. Die Anbieter von Apps haben nun 30 Tage Zeit, ihre Anwendungen den neuen Richtlinien anzupassen. Apps und Updates, die nach dieser Frist gegen die Richtlinien verstoßen, werden von Google aus dem Play Store entfernt.

Google verfolgt mit der Änderung der Regularien das Ziel, das Angebot des Google Play Stores attraktiver zu gestalten, sodass Aspekte, die zu einer negativen Nutzerfahrung beitragen, eliminiert werden sollen. Folglich betreffen die Richtlinien für Entwickler Vorgaben für Werbeinhalte sowie Präzisierungen der Regeln bezüglich Glückspiele, In-App-Käufe, der Darstellung von sexuellen Inhalten und aggressiver, verleumdender Sprache.

Werbeinhalte müssen in Zukunft vom Nutzer eindeutig den jeweiligen Apps zugeordnet werden können und durch das Schließen von Werbeeinblendungen dürfen keine Nachteile entstehen. Des Weiteren schließen die neuen Richtlinien aus, dass eine App nur dann angewendet werden kann, wenn der Nutzer zuvor auf beworbene Webseiten klickt oder persönliche Daten zu Werbezwecken preisgibt. Auch eine Manipulation der Platzierung der Produkte versucht Google zukünftig zu unterbinden, indem fortan Schlüsselwort-lastige Produktbeschreibungen, die die Rangfolge der Suchergebnisse beeinflussen, untersagt sind. Zudem ist es unzulässig, Inhalte doppelt zu posten und eine App mehr als einmal zu bewerten oder Nutzer in ihrer Bewertung einer App zu beeinflussen, um die Platzierung eigener Produkte und die der Konkurrenz künstlich zu verändern.

Eine weitere Überarbeitung schränkt die Berechtigungen der Apps ein, die zukünftig nur noch nach der ausdrücklichen Einverständniserklärung des Users Verknüpfungen auf dem Startbildschirm erstellen dürfen. Auch ist es nicht mehr erlaubt, automatisch Lesezeichen zu erstellen oder die Systemeinstellungen zu verändern.     

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Astrid Spier
Astrid Spier
Astrid Spier arbeitet seit Juli 2012 als Redaktionsassistentin bei S&S Media. Im Mai 2011 hat sie ihren Master in Germanistik in den Vereinigten Staaten erhalten. Durch die enge Verbindung von Journalismus und Germanistik hat sie in den USA journalistische Erfahrungen sammeln können und Artikel zur interkulturellen Verständigung für den Blog der Universität geschrieben. Im März 2013 hat sie ihr Staatsexamen mit den Fächern Englisch und Deutsch in Mainz abgeschlossen.
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