Google Analytics für Android

Einsatz

Der Tracker hat keinen Konstruktor, sondern ist als Singelton implementiert, sodass man in jeder Klasse dieselbe Instanz verwendet und eine Verbindung nicht mehrfach aufgebaut wird. Sobald der Tracker initialisiert ist, kann eine Session gestartet werden. Hier muss man angeben, an welchen Analytics-Account die Daten gesendet werden sollen. Wie Sie eine solche ID generieren, wird im nächsten Abschnitt erklärt. Nun ist auch diese Klasse zum Tracken bereit. Grundsätzlich gibt es zwei nennenswerte Optionen:

  1. Page Tracking – Welche Activity/Ansicht hat der User gestartet? Wie navigiert er durch die App?
  2. Event Tracking – Welche Aktion hat der User durchgeführt? Welche Ereignisse haben stattgefunden?

Im Folgenden wollen wir auf beide Optionen etwas genauer eingehen.

Page Tracking

Man sollte sich seine eigene Applikation wie einen hierarchischen Baum vorstellen: Bei jedem Screen-Wechsel sollte dem Tracker mitgeteilt werden, wohin der User navigiert. Dadurch kann berechnet werden, wie viel Zeit der User auf welchem Screen verbringt oder von welchem Screen die App am häufigsten beendet wird:

tracker.trackPageView(„/StartScreen“);

Sobald hier einige Daten gesammelt werden konnten, generiert der Dienst eine anschauliche Flussgrafik, wie die Nutzer sich durch die App bewegen (Abb. 1).

Abb. 1: Besucherfluss innerhalb einer App
Event Tracking

Beim Tracken von Ereignissen werden ein paar mehr Möglichkeiten geboten, detaillierte Informationen zu übergeben. Hier ist die Information an sich auch wieder hierarchisch strukturiert. Insgesamt können drei Zeichensätze und ein Zahlenwert übergeben werden (Listing 2).

Listing 2
tracker.trackEvent(
            "Clicks",  // Category
            "Button",  // Action
            "clicked", // Label
            77);       // Value
      });

Um es an einem bildlicheren Beispiel vorzustellen, nehmen wir an, wir haben eine App zum Verwalten von Listen. Jedes Mal, wenn wir eine Liste abspeichern, könnten wir folgende Werte übergeben:

  1. Category: Main Feature: Angabe, zur welcher Hauptkategorie dieses Event gehört z. B. Main Feature, Error
  2. Action: Save: der Typ des Events bzw. was passiert ist, z. B. Save, Delete, New, Copy
  3. Label: List: eine Zusatzinformation, z. B. für Kontextinformationen, wie worauf die Aktion ausgeführt wurde
  4. Value: 5: ein numerischer Wert, z. B. Anzahl der Einträge in der gespeicherten Liste. Über diesen Wert wird automatisch aggregiert, um den Summen- und Durchschnittswert zu berechnen.
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