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Go Contributors Summit: Kommt bald der Go Language Server?

Dominik Mohilo

© Shutterstock.com / Rawpixel.com

Vom 13. bis 15. Juli traf sich die Community von Googles Programmiersprache Go in Denver zur GopherCon. Im Vorfeld der weltweit wohl größten Konferenz zum Thema Go gab es ein Meetup zwischen Mitgliedern des offiziellen Entwicklerteams und an der Sprache mitarbeitenden Codern. Dort diskutierte man über die Zukunft der „Golang“ und wie man die Mitarbeit erleichtern kann.

Das Zusammentreffen des offiziellen Teams von Google und ausgesuchten Contributors stellt eine bislang einzigartige Aktion in der Welt der Go-Programmiersprache und damit einen großen Meilenstein dar, wie Sam Whited auf dem Blog der Sprache berichtet. Organisatorisch war das Event in zwei Teile gesplittet: Am Morgen wurde im Detail über gewisse Themen diskutiert, nachmittags teilte man sich in kleinere Gruppen für weiterführende Gespräche auf.

Quo vadis, Go?

Diskutiert wurde zunächst, ob es sinnvoll sei, den Go Compiler gc und damit verbundene Tools in importierbare Pakete umzuwandeln. Der Vorteil wäre, dass man den Overhead in Entwicklungsumgebungen und dem Core Tooling verringern könnte. Außerdem könnten IDEs den Compiler dann selbst einbetten, um schnelles Syntax-Checking bereitzustellen. Es wurde außerdem darüber diskutiert, den Crypto Code von Go neu zu schreiben und zwar in Go. Bislang ist der Crypto Code von Go aus Gründen der Performance nämlich noch in der Assemblersprache geschrieben. Würde man sich zum Rewrite entschließen, wäre insbesondere die Wartung des Codes deutlich einfacher, so die Vermutung.

Ein ganz heißes Thema war zudem die Erschaffung eines Go Language Servers, der auf dem Language Server Protocol basieren soll, das Red Hat, Codenvy und Microsoft etabliert haben. Dieses ist mittlerweile in vielen Editoren und IDEs eingezogen und gewinnt von Woche zu Woche an Bedeutung. Ein Go Language Server wäre also nicht die schlechteste Idee, um möglichst breit gefächert erstklassige Unterstützung der Sprache zu gewährleisten.

Round-Table-Diskussionen beim Go Contributors Summit / Quelle: Steve Francia via Golang Blog

In Sachen Dependency Management wurde darüber debattiert, wie man die Arbeit mit dep einfacher und das Durchstarten damit erleichtern könnte. dep oder etwas sehr ähnliches wird nämlich in Bälde der Standard für das Package-Management werden. Dadurch könnte es auch sein, dass Go bald aus jedem Verzeichnis heraus funktioniert, nicht nur aus einem Workspace im GOPATH. Die Nutzer könnten so Verzeichnisstrukturen und Workflows adaptieren, die sie aus der Arbeit mit anderen Sprachen kennen.

Wie schnell der Summit Früchte tragen kann, zeigte die letzte Diskussion des Morgens. Dabei ging es um die Contributor Experience, also die Mitarbeiterfreundlichkeit. Bereits unmittelbar nach der Diskussion wurden Verbesserungen an der Dokumentation vorgenommen, was gleichzeitig Einfluss auf den Workshop für neue Contributors und einige Sessions auf der GopherCon hatte. Überdies gab und gibt es auch Überlegungen, wie man es neuen Helfern leichter machen kann, Möglichkeiten zur Mitarbeit zu eruieren.

Lesen Sie auch: Auf dem Weg zu Go 2: Ziele, Zwänge, Hindernisse

Den kompletten Bericht vom Go Contributors Summit von Sam Whited kann man auf dem Golang Blog nachlesen, dort gibt es auch weitere Fotos von Steve Francia.

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Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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