Go 1.1 ist Feature Complete

Hartmut Schlosser

Googles Systemsprache Go 1.1 ist in einer Beta2-Version verfügbar. Wie Go-Entwickler Andrew Gerrand mitteilt, soll die vorliegende Version ohne große Änderungen das finale Release ausmachen. Lediglich kritische Bugfixes werden noch durchgeführt.

Seit der Veröffentlichung von Go 1.0 im März 2012 sind einige interessante Features dazu gekommen. Neu sind beispielsweise sogenannte Method Values, Funktionen, die an einen spezifischen Rückgabewert gebunden werden können. Beispielsweise ist der Ausdruck w.Write eine Funktion, die immer nach w schreibt.

Während in Go 1 eine Integer Division durch 0 noch möglich war und Probleme zur Runtime verursachte, wird in 1.1 in diesen Fällen ein Compile-Time Fehler angezeigt. Alle weiteren Änderungen in Go 1.1 können in den bereits verfügbaren Release Notes nachgelesen werden. Übrigens hat sich auch einiges an der Tooling-Umgebung für Go getan, beispielsweise weist die Version 4.8 von GCC (GNU Compiler Collection) Support für Go 1.1 auf.

Go wurde von Google als Sprache zur Systemprogrammierung konzipiert, richtet sich also an Entwickler von Software, die eng in Betriebssysteme eingebunden und auf möglichst direktem Weg Hardware-Komponenten ansprechen können. Laut Google ist Go der Versuch, die Einfachheit der Programmierung, die eine interpretierte Hochsprache mit sich bringt, mit der Effizienz und Sicherheit einer statisch typisierten, kompilierten Sprache zu verbinden.

Die Go-Syntax ist an die C-Sprachfamilie angelehnt und durch Elemente aus der Pascal/Modula/Oberon-Familie sowie aus Newsqueak und Limbo (Nebenläufigkeit) angereichert. Go soll schnell sein und moderne Anforderungen wie die Programmierung für verteilte Systeme und Parallel Computing erfüllen.

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Hartmut Schlosser
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