Versionsverwaltung

Git 2.9 ist da: Schöner commiten

Melanie Feldmann

© Shutterstock / Sander van der Werf

Mit Version 2.9 bringt Git schnellere und flexiblere Untermodule, macht Änderungen schöner sichtbar und das Testen von Commits einfacher.

Seit dem letzten Release von Git ist es möglich, Untermodule parallel zu fetchen. Das spart einiges an Zeit. Nun können Anwender auch die --jobs-Option nutzen, wenn sie Untermodule klonen oder aktualisieren wollen:

git clone --recurse-submodules --jobs=4 ...
git submodule update --jobs=4 ...

Außerdem können Untermodule jetzt auch parallel abgearbeitet werden, mit einer Einstellung in der submodule.fetchJobs-Konfiguration.

Anwender können nun genauer spezifizieren, wie sich die geklonten oder abgerufenen Untermodule verhalten sollen. Git gibt die Optionen der Command-Line-Konfiguration jetzt auch an die Untermodul-Commands weiter. So lässt sich zum Beispiel eine One/Off-Variable für alle Untermodule setzen: mit git -c http.proxy=... clone --recursive.

Git LFS kann seit dem letzten Release die -c-Konfiguration nutzen, um den initialen Checkout zu beschleunigen. Der gleiche Trick funktioniert jetzt auch für geklonte Untermodule. Auch --shallow-submodules lässt sich an git clone weitergeben, um alle Shallow Clones in den Untermodulen zu taggen.

Diffs in schön

Den ganzen Tag auf Diffs zu starren, um herauszufinden, was der Kollege nun schon wieder verbrochen hat, kann zeitraubend sein. Die Art und Weise wie Git die Diffs auszeichnet sorgt dabei nicht immer für Klarheit. Eine neue Heuristik sorgt deswegen dafür, dass Git Änderungen intelligenter anzeigt. Wer das einmal ausprobieren möchte kann die experimentelle Funktion mit der --compaction-heuristic-Option oder in der Git-Konfiguration mit diff.compactionHeuristic aktivieren.

Wie Git Diffs farblich markiert lässt sich individuell einstellen. Mit Git 2.9 ist es auch mit dem interaktiven Patch-Staging-Tool möglich, Änderungen mit eigenen Skripten zu filtern. Wem das noch nicht genug ist, dem sei das diff-so-fancy-Projekt empfohlen.

Alle Commits mit rebase -x testen

Mit exec make test lassen sich Commits wunderbar testen. Damit pausiert der Rebase am ersten fehlerhaften Commit. Wenn der Entwickler den Fehler behoben hat, kann er den Test erneut laufen lassen bis er erfolgreich komplett durchläuft. Eine schöne Möglichkeit, die jedoch etwas mühsam umzusetzen ist. Mit dem Update geht es jetzt schlanker und schneller, denn git rebase unterstützt jetzt eine -x-Option für alle Commits.

Wie immer sind dies nur Auszüge aus den umfangreichen Release Notes. In einem Blogpost erläutern die Entwickler die Änderungen auch noch einmal detailliert.

Aufmacherbild: River flowing von Shutterstock / Urheberrecht: Sander van der Werf

Geschrieben von
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann ist seit 2015 Redakteurin beim Java Magazin und JAXenter. Sie hat Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg studiert. Ihre Themenschwerpunkte sind IoT und Industrie 4.0.
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