Ein Repository – Mehrere Working Trees

Git 2.5 veröffentlicht – Bessere Performance und leichteres Contributing

Moritz Hoffmann

(c) Shutterstock / Lucciana

Die Repository-Plattform Github hat Git kürzlich in der Version 2.5 freigegeben. Von den darin versprochenen Performance-Steigerungen sollen vor allem große, wie auch in Netzwerk-Dateisystemen gespeicherte Working Trees profitieren. Ebenso wurde am triangularen Workfow für das Contributing gearbeitet.

Ein einziges Git-Repository kann nun mehrere Working Trees verwalten. Zwar war ein Wechsel zwischen verschiedenen Branches auch schon bisher möglich, so zum Beispiel der Betrieb eines Langzeittests in einem Klon während der Weiterentwicklung in einem anderen. Allerdings bedeutete die Erhaltung und Synchronisierung der verschiedenen Klone untereinander sowie mit den Remote-Repositories eine Menge Extra-Arbeit.

Mit einem neuem Unterbefehl git worktree werden jetzt zusätzliche, mit einem existierenden Git-Repository verbundene Working Trees erstellt. Dabei ist jeder verbundene Working Tree ein „Pseudo-Repository“ mit einer eigenen, geprüften Arbeitskopie. Dessen .git ist eine Datei, die auf die History und Referenzen des Haupt-Repository verweist. Das Feature befindet sich noch in der experimentellen Phase und wird von den Machern ausdrücklich nicht zur Verwendung mit Repositories, die Untermodule enthalten, empfohlen.

Unterstützung triangularer Workflows

Außerdem sieht GitHub 2.5 einen verbesserten Support für triangulare Workflows vor. Hier wurde vor allem auf eine bessere Abstimmung bereits vorhandener Features für Contributer geachtet. Will man zu einem Open-Source-Projekt beitragen, ist zunächst ein Fork zum jeweiligen Haupt-Repository zu erstellen. Dann wird ein Klon dieses Forks auf dem lokalen Rechner angelegt. Von diesem Klon aus kann anschließend aus dem Haupt-Repository gefetcht und eigene Änderungen auf den Fork gepusht werden. Von dort aus gelangen sie nach Überprüfung durch den Projekt-Verwalter ins Haupt-Repository.

Anhand dieses Modells soll es einfacher werden, vom lokalen Rechner aus direkt an neuen Features zu arbeiten. Wie das mit Git 2.5 im Detail aussehen kann, ist am Beispiel des Projekts Atom auf GitHub nachzuvollziehen. Alle Bugfixes und Veränderungen gegenüber Git 2.4 sind in den Release Notes angegeben. Die Git-Entwickler rufen zur weiteren Beteiligung auf der Community Page auf.

Aufmacherbild: Silhouette of tree, bush with bare branches von Shutterstock / Urheberrecht:Lucciana 

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Moritz Hoffmann
Moritz Hoffmann
Moritz Hoffmann hat an der Goethe Universität Soziologie sowie Buch- und Medienpraxis studiert. Er lebt seit acht Jahren in Frankfurt am Main und arbeitet in der Redaktion von Software und Support Media.
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