Versionskontrollsystem mit zahlreichen Neuerungen bei Befehlen und Performance

Git 2.14.0 ist erschienen

Christoph Ebert

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Das Versionsverwaltungssystem Git ist in Version 2.14.0 erschienen. An Bord sind dank rund 700 Commits der Support für PCRE 2 sowie zahlreiche Neuerungen in puncto Befehle und Performance.

Drei Monate nach Version 2.13.0 ist Version 2.14.0 des Versionskontrollsystems Git erschienen. Es unterstützt ab sofort die Bibliothek Perl Compatible Regular Expressions (PCRE) in ihrer zweiten Version. In bestehenden Build-Scripts muss dafür lediglich der Befehl USE_LIBPCRE=YesPlease durch USE_LIBPCRE2=YesPlease ersetzt werden, um einen Build mit Version 2 der Bibliothek auszulösen. Die Nutzung von Version 2 wird aufgrund der entfallenen Maintenance von V1 empfohlen.

Neue/geänderte Git-Befehle

Ein Ausschnitt aus Vielzahl an Neuerungen/Änderungen:

  • die Farben, mit denen git status --short --branch die Namen des aktuellen Branches angezeigt hat, lassen sich ab sofort konfigurieren.
  • der Befehl git clone beherrscht nun die —no-tags-Option und holt sich nicht vom Start weg alle Tags; ferner lässt sich einstellen, dass auch in folgenden Fetches keinen Tags gefolgt wird
  • der Befehl git diff nutzt ab sofort standardmäßig die „indent“-Heuristik, um Änderungen am Repository nachzuverfolgen; die diff.indentHeuristic-Variable lässt sich allerdings auf „false“ setzen, wenn man die „indent“-Heuristik nicht nutzen möchte
  • git archive --format=zip beherrscht jetzt ZIP64-Extensions, um, falls nötig, Dateien über 4GB zu archivieren
  • git reset beherrscht jetzt die --recurse-submodules-Option
  • git repack akzeptiert jetzt die –threads=-Option und übergibt sie zurück an Pack-Ojekte
  • git send-email beherrscht nun die Ausführung des „sendemail-validate“-Hooks, um eine Nachricht zu untersuchen und gegebenenfalls abzulehnen, bevor sie versendet wird

Mehr Git-Performance

In puncto Performance gibt es u.a. folgendes zu berichten:

  • der Code, der den Cache-Tree updaten soll, wurde gestrafft, so dass es nicht mehr zu 0{40} Einträgen im Tree-Objekt kommen sollte
  • der Windows Auto-Build-Tester kann vom bereits existierenden Tarvis CI Tester getriggert werden
  • drei Instanzen der gleichen Helper-Funktion wurden in eine zusammengeführt
  • das sogennante „repository“-Objekt wurde eingeführt, um die „single provess“-Arbeit in mehreren Repositories zu vereinfachen

Lesen Sie auch: Gitless – die einfachere und intuitivere Alternative zu Git

Natürlich wurden für das Release auch umfangreiche Liste an Bugs gefixt. Auskunft über diese und die vielen weiteren Neuerungen und Änderungen gibt es in den Release Notes.

Geschrieben von
Christoph Ebert
Christoph Ebert
Christoph Ebert stieß im Juli 2011 zum Online-Team von Software & Support Media. Als Redakteur kümmert er sich um das Portfolio von entwickler.press und ist verantwortlich für das Entwickler Magazin und entwickler.de. Davor betreute er die Portale WebMagazin.de, CreateOrDie.de und mobile360.de. Vor seiner Zeit in Frankfurt arbeitete der studierte Amerikanist und Tech-Geek als Redakteur für ein Heimkinofachmagazin im Süden Deutschlands.
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