Business Process Management

Geschäftsprozesse mit Camunda BPM 7.5 einfacher modellieren und migrieren

Melanie Feldmann

© Shutterstock / Billion Photos

Die quelloffene Plattform für Business Process Management Camunda BPM enthält jetzt in der neuen Version 7.5 ein Modellierungswerkzeug für Case Management Model and Notation, erleichtert die Migration von Prozessen und verbessert die Mandantenfähigkeit.

Durch das Modellierungswerkzeug für den IT-Industriestandard CMMN (Case Management Model and Notation) lassen sich Case-Management-Modelle nun graphisch erstellen und in der Camunda BPM Engine technisch ausführen. CMMN unterstützt Camunda BPM seit Version 7.4.

Darüber hinaus wird der Betrieb langlaufender Prozesse erleichtert. Wenn Prozessinstanzen über Tage, Wochen oder Monate hinweg aktiv sind, stellt sich häufig die Frage nach der Migration: Wie lassen sich Prozessinstanzen, die in Version 1 eines Prozessmodells gestartet wurden, in Version 2 fortsetzen? Mit Camunda BPM 7.5 wurde für diese Problemstellung ein neuer Lösungsansatz implementiert, der ein graphisches Mapping der Versionen erlaubt, um das reibungslose Fortsetzen der betroffenen Prozesse sicherzustellen. Um Prozessinstanzen zu migrieren gibt es außerdem sowohl ein Java als auch ein REST API. In der Enterprise Edition macht das UI im Camunda Cockpit die Migration für Endanwender einfacher.

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Camunda BPM wird häufig von Software-as-a-Service-Anbietern verwendet, die Workflow-Funktionen in ihre Produkte integrieren möchten. Ein wichtiger Aspekt hierbei ist die Mandantenfähigkeit, die mit der Version 7.5 verbessert und erweitert wurde. Bisher war es lediglich möglich pro Mandanten eine Process Engine zu nutzen. Dabei wurden die Daten zwischen unterschiedlichen Datenbankschema aufgeteilt. Nun lässt sich eine einzige Process Engine für mehrere Mandanten nutzen. Möglich machen das tenant identifiers in der Form von persistenten Attributen im Datenbankschema von Camunda. Ressourcen lassen sich zwischen Mandandten aufteilen oder auch auf einen einzelnen begrenzen. Dadurch kann ein SaaS-Anbieter eine kundenspezifische Abgrenzung der Prozessmodelle und -instanzen erreichen.

Einen ausführlichen Überblick über die Neuerungen und Bugfixes finden sich im Blog des Entwicklerteams. Zum Download der Software geht es hier lang. Ein Getting Started Guide erleichtert den Einstieg.

Aufmacherbild: Pottery von Shutterstock / Urheberrecht: Billion Photos

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Melanie Feldmann
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann ist seit 2015 Redakteurin beim Java Magazin und JAXenter. Sie hat Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg studiert. Ihre Themenschwerpunkte sind IoT und Industrie 4.0.
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