Gefüllter Werkzeugkasten zur Zusammenarbeit

Claudia Fröhling

Der heutige Tag stand für mich unter dem Namen Enterprise Collaboration Day. Als Moderator dieses Tages habe ich mir selbstverständlich jede Session angehört, um auch zu sehen, ob die getroffene Zusammenstellung der Sessions auch in Wirklichkeit gut funktioniert.

Das Thema der Enterprise Collaboration ist ein Querschnittsthema mit vielen Aspekten. Bereits bei Projekten mit zwei Mitarbeiten sind gewisse Mittel zur Zusammenarbeit notwendig, auch wenn diese dann hoffentlich ohne große Toolchains umgesetzt werden. Bei internationalen Projekten hat man aber schnell mit unterschiedlichen Zeitzonen, Sprachen und Kulturen zu jonglieren.

Gemünzt auf die Softwareentwicklung hat der Tag mit dem Thema „Brauch ich ein verteiltes Versionsverwaltungssystem?“ gestartet. Als Resümee dieser Session habe ich mitgenommen, dass man kein DVCS braucht, sondern eines will! Nachdem in dieser Session gezeigt wurde, wie Quellcode im verteilten Kontext verwaltet werden kann, ging es zum nächsten Schritt: dem Build mit der Überschrift „Große Builds beherrschbar machen“. Diese Session hatte nicht nur hohen fachlichen Wert, sondern auch einen großen Unterhaltungswert. Der Speaker, Simon Wiest, hat über eine Steckdosenleiste drei Bären mit seinem Hudsonsystem verbunden. Über ein PHP-Skript werden die Bären angesteuert und leuchten in der entsprechenden Farbe. Es hat allen Spaß gemacht, Danke Simon Wiest. Fazit der Optimierung war übrigens, dass nicht der Build schneller werden muss, sondern der Zeitpunkt der ersten Rückmeldung. Das ist auch im Livebeispiel gut gelungen. Die gezeigten Tipps werden sicher auch im Projekt helfen.

Nach der Pause ging es über zur Dokumentation, ein oft unterschätztes Thema. Nicht ganz klar, ob es am Titel („Steht alles im Wiki? Java-Architekturen angemessen dokumentieren“) oder Notwendigkeit lag, aber der Saal war übervoll. Stühle wurden reingetragen und das beim Thema Dokumentation. An einem Beispiel hat uns Stefan Zörner sehr gut durch die Thematik geführt und uns das arc42 Template zur Architekturdokumentation vorgestellt.

Nach einer erneuten Pause und Keynote ging es weiter mit Mik Kersten zum Thema „From Tasks to Tweets: Social Collaboration for Software Developers“. Hier hat uns Mik die Integration von Social Media Diensten mit Mylyn gezeigt. Nach einigen Demos hat Mik dann sein iPad aus der Tasche gezogen und Mylyn auf dem iPad gezeigt. Schöner Anwendungsfall. Und somit hatten wir auch unser iPad!

Den Abschluss bildete die Session „IBM Rational Team Concert – die Plattform für gemeinschaftliche Software“. Nach einer Einführung in die Plattform Jazz ging es im Verlauf der Session zu einer Livedemo mit zwei Laptops, um auch den integrierten Chat zu zeigen.

Diese fünf Sessions haben gezeigt, dass Enterprise Collaboration ein wichtiges Thema ist, das auch viele beschäftigt. Denn irgendwie muss die Zusammenarbeit mittels Tools unterstützt werden. Nicht dass wir es machen wie in einem der Vorträge angesprochen: „Wenn ein Mitarbeiter rumsitzt, kann dieser Tools integrieren“.

Danke allen Teilnehmern und Sprechern für den tollen Enterprise Collaboration Day. Nun kennen wir die Tools, nutzen wir sie. Am besten gleich hier: #jax2010

Markus Stäuble ist Senior IT-Consultant bei der MRM Worldwide GmbH. Zuvor war er Head of Technology bei einem IT- und Webdienstleister. Neben dem ständigen Blick auf neue Technologien und deren Bewertung beschäftigt er sich vor allem mit der technischen Architektur von Webanwendungen. Sein Interesse gilt besonders den Prozessen des Software Engineering. Er schreibt regelmäßig Artikel für diverse Fachzeitschriften und gibt sein Wissen gerne in Vorträgen weiter.

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Claudia Fröhling
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