Roadmap: Angulars Zukunft!

Angular Roadmap vorstellt: Angular ohne Zone.js und NgModules?

Ann-Cathrin Klose

© Shutterstock / Triff

Das Angular-Team gibt zum ersten Mal einen strukturierten Einblick in seine Pläne: Angular hat eine Roadmap bekommen! Einen Überblick gibt es sowohl über die Neuerungen, die bereits in Arbeit sind, als auch über Pläne für die Zukunft. Dazu gehört beispielsweise, dass Zone.js und NgModules optional werden könnten.

Angular hat eine Roadmap bekommen! Das neue Dokument zeigt, welche Features bereits in Arbeit sind und was darüber hinaus geplant wird. Die Roadmap soll vierteljährlich aktualisiert werden und umfasst sowohl kleine Features, die mit einem Minor Release veröffentlicht werden, als auch große Pläne für folgende Major-Versionen.

Angular Roadmap: Ivy und das Ende der View Engine

Natürlich gibt der Changelog auf GitHub bereits jetzt einen Überblick über die neusten Änderungen an Angular. Oft fallen die einzelnen, dort nachlesbaren Neuerungen jedoch so klein aus, dass das große Ziel hinter einem Arbeitsschritt nicht leicht zu erkennen ist. Mit der Roadmap soll nun die Zusammenarbeit mit der Community gestärkt und auch der Prozess der Weiterentwicklung von Angular verbessert werden. Jules Kremer erklärt die Motivation für die Roadmap im Angular-Blog.

Wie geht es aber nun weiter bei Angular? Geplant sind natürlich weiterhin die Abarbeitung von Bugs sowie Support für TypeScript 4.0, noch bevor die stabile Version davon erscheint. Beides ist bereits in Arbeit. Außerdem arbeitet das Angular-Team an der E2E-Testing-Strategie, die bisher zentral auf Protractor basiert. Hier wird derzeit geprüft, welche neuern Lösungen und Best Practices für Angular geeignet sein könnten. Auch an Ivy wird natürlich noch immer gearbeitet. Bisher verwendet der Angular Language Service den neuen Compiler noch nicht, stattdessen wird für das Type Checking von Ivy-Anwendungen noch die View Engine genutzt. Das soll sich ändern. Der bisher verwendete Compiler, View Engine, soll langfristig komplett aus Angular entfernt werden, wie der Roadmap ebenfalls zu entnehmen ist. Die Umstellung des Language Service und der Angular Libraries, ebenfalls derzeit in Arbeit, sind wichtige Schritte auf dem Weg dahin.

Angular ohne NgModules und Zone.js?

Zu den weiteren Plänen für Angulars Zukunft gehört, dass ein Upgrade auf webpack 5 geplant ist, sowie der Abschied von TSLint und der Wechsel zu ESLint. Aber auch für das Framework an sich sind große Neuerungen vorgesehen: NgModules und Zone.js sollen optional werden. Beides werden bereits seit einer Weile in der Community diskutiert und werden von vielen Entwicklern als wünschenswert betrachtet. Der Abschied von den NgModules soll den Einstieg in die Arbeit mit Angular erleichtern, und ohne Zone.js würde die Bundle-Größe geringer ausfallen. Auch bedeutet ein Abschied von Zone.js, dass Angular nativ mit der async/await-Syntax arbeiten könnte, wie der Roadmap zu entnehmen ist. Beide Neuerungen befinden sich noch im Bereich der geplanten Features, die noch nicht in Arbeit sind. Wie genau eine Umsetzung aussehen könnte und wann damit zu rechnen ist, steht also noch nicht fest.

Ebenfalls interessant könnte die Entwicklung von DevTools für das Performance-Profiling sein, die auch in der Roadmap angekündigt wird. Weitere Informationen zu diesen und zahlreichen weiteren Neuerungen, an denen das Angular-Team entweder bereits arbeitet oder die für die Zukunft vorgesehen sind, können der Roadmap entnommen werden, die jetzt fester Teil des offiziellen Guides ist.

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Ann-Cathrin Klose
Ann-Cathrin Klose
Ann-Cathrin Klose hat allgemeine Sprachwissenschaft, Geschichte und Philosophie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz studiert. Bereits seit Februar 2015 arbeitete sie als redaktionelle Assistentin bei Software & Support Media und ist seit Oktober 2017 Redakteurin. Zuvor war sie als freie Autorin tätig, ihre ersten redaktionellen Erfahrungen hat sie bei einer Tageszeitung gesammelt.
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