Das Meta-Framework Keel

Framework ahoi!

Thorsten Hoffmann und Michael Wolfrath

In den frühen Phasen eines Projekts werden viele Softwarearchitekten mit dem Problem konfrontiert, eine Auswahl der unterschiedlichsten Frameworks zu einer möglichst homogenen Infrastruktur für die Anwendungsentwicklung zu integrieren. Auswahl und Integrationsgrad beeinflussen in einem hohen Maß die Effektivität und den Erfolg der Anwendungsentwicklung. Der Meta-Framework Keel bietet eine weitgehend vorgefertigte Lösung für diese Aufgabenstellung und erlaubt zudem den nachträglichen Austausch der verwendeten Frameworks.

Viele der wesentlichen Merkmale eines Schiffes, wie Stabilität und Form, werden schon durch den Kiel geprägt. Der Meta-Framework Keel versucht in Analogie hierzu der Kiel einer zu erstellenden Anwendung zu sein. Um ein solches erfolgreich vom Stapel laufen lassen zu können, müssen im Vorfeld viele Fragestellungen geeignet adressiert werden. Persistenz, Geschäftslogik, Präsentationslogik und viele Themen nicht funktionaler Natur bedürfen zu ihrer Umsetzung geeigneter Muster und Programmiermodelle. Hilfreich hierbei sind üblicherweise Frameworks, die aber in der Regel nur für Teilaspekte eine Lösung versprechen. Um allen Aspekten gerecht zu werden, muss der Architekt aus der Vielzahl der verfügbaren Frameworks eine geeignete Auswahl treffen und diese zu einer homogenen, interoperablen und möglichst einfach nutzbaren Infrastruktur für die Anwendungsentwicklung integrieren. Fehlentscheidungen in dieser Phase, wie ein ungenügendes Framework, sind aus Projektsicht in aller Regel nicht mehr zu revidieren, wenn dies nicht durch die Architektur abgefedert wird.

Abb. 2: Ergebnis des Beispiels
Geschrieben von
Thorsten Hoffmann und Michael Wolfrath
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