Neue Hauptversion des Datenbankmigrations-Tools

Flyway 4.0 mit neuem Migrationstyp

Michael Thomas

Flyway Logo (Quelle: flywaydb.org)

Das quelloffene Datenbankmigrations-Tool Flyway liegt aktuell in einer neuen Hauptversion vor. Flyway 4.0 nimmt teils umfassende Feature-Erweiterungen vor und markiert gleichzeitig den Start des aufgrund entsprechender Nachfrage eingeführten kommerziellen Supports.

Neuer Migrationstyp

In früheren Flyway-Versionen waren ausschließlich versionierte Migrationen (versioned migrations) möglich, die nicht immer die optimale Lösung darstellten: Die Flyway-Macher führen etwa Probleme bei der Handhabung von Objekten, die selbst keine Daten enthalten (z. B. Views), an – in derartigen Fällen erhielt der Nutzer mitunter zahlreiche, über viele Migrationen verteilte identische Kopien der Definition eines einzelnen Objekts. Mit dem Ziel, derartige Szenarien besser zu unterstützen sind nun auch versionslose „wiederholbare Migrationen“ (repeatable migrations) möglich. Diese erlauben es dem Nutzer offenbar, die Definition einer View in der selben Datei weiterzuentwickeln. Die History verbleibt dabei im Versionskontrollsystem und Flyway wiederholt die Migration, sobald sich die Prüfsumme ändert. Das Features kann sowohl für SQL-als auch Java-basierte Migrationen genutzt werden.

Weitere Features

Abgesehen von den wiederholbaren Migrationen hält Flyway 4.0 noch einige weitere interessante Neuerungen bereit. So unterstützt das Tool mit SAP ASE (früher unter dem Namen Sybase ASE bekannt), SAP HANA und Apache Phoenix gleich drei neue Datenbanken; die Zahl der unterstützten relationalen Datenbanken steigt somit auf insgesamt 19.

Des weiteren wurden die seit Flyway 3.1 verfügbaren Callbacks überarbeitet. Diese konnten zwar bislang sowohl in SQL als auch Java geschrieben werden, bei Verwendung von Java bestand jedoch der Nachteil, dass sich der Zugriff auf Flyways Konfiguration schwierig gestaltete. Mit Flyway 4.0 können Java-basierte Callbacks nun jedoch das ConfigurationAware-Interface implementieren und somit Zugriff auf die Konfiguration erhalten.

Auch die Git-Kompatibilität wurde erweitert: Demnach sorgt ein neuer Algorithmus dafür, dass die bei der Arbeit mit verschiedenen Betriebssystemen auftretenden Prüfsummenfehler nunmehr der Vergangenheit angehören. Darüber hinaus wird mit Flyway 4.0 die Verwendung von Clean sicherer gemacht. Clean erlaubt es dem Nutzer, ein Datenbankschema auf einen einzelnen Befehl hin von allen Objekten zu säubern – was bei einer versehentlichen Anwendung in Produktionsumgebungen natürlich katastrophale Folgen hätte. Um derartigen Unbill zu vermeiden, kann das Feature künftig nur noch dann verwendet werden, wenn der Parameter cleanDisabled manuell auf false gesetzt wird.

Zu guter Letzt entschieden sich die Flyway-Macher im Zuge der gestiegenen Popularität des Tools – 2015 wurde offenbar die Marke von 850 000 Downloads geknackt – ab sofort auch einen kommerziellen Support anzubieten. Entsprechende Tarife sind über die entsprechende Unterseite der Flyway-Homepage einsehbar.

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Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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