Flutter: Google stellt neues plattformübergreifendes Mobile-Framework vor

Michael Thomas

© Shutterstock.com/sumroeng chinnapan

Mit Flutter hat Google ein neues quelloffenes Framework für die Entwicklung plattformübergreifender Mobile-Apps vorgestellt. Dabei soll das Augenmerk vor allem auf Low-Latency-Input und hohen Frameraten für Android und iOS liegen.

Die Ursprünge von Flutter liegen in dem 2014 von einigen Google-Entwicklern gestarteten Projekt Sky, das die Schaffung einer komplett neue Mobile-First-Rendering-Engine zum Ziel hatte. Nicht zu verwechseln mit dem 2013 von Google aufgekauften Spezialisten für Gestensteuerung gleichen Namens zielt Flutter auf die Entwicklung leistungsstarker plattformübergreifender Mobile-Apps ab.

Neben einer typisierten Programmiersprache, die Java- und JavaScript-Programmierern gleichermaßen schnell zugänglich sein soll, werden die Hauptkomponenten des Projekts von einer optimierten Mobile-First-2D-Rendering-Engine, einem von React beeinflussten funktional-reaktiven Framework (optional), einer Sammlung von Material-Desing-Widgets, Bibliotheken, Tools und einem Atom-Plug-in gebildet.

Flutter basiert auf C, C++, Dart, der 2D-Renedering-Engine Skia, Mojo IPC und der in Chromium zum Einsatz kommenden Rendering-Engine Blink. Flutter erfordert mindestens Android KitKat bzw. iOS 5. Eine offizielle Liste garantiert kompatibler Smartphones und Tablets existiert bislang allerdings nicht. Im Falle von Android wird der C/C++-Code der Engine mithilfe von Androids NDK kompiliert, während der Großteil des Frameworks und des Anwendungscodes auf der Dart VM läuft. Letztere generiert Just-in-Time-kompilierten und optimierten nativen Code auf dem jeweiligen Gerät. Bei iOS wird der C/C++-Code mit LLVM kompiliert; Dart-Code wird Ahead-of-Time in nativen Code übersetzt.

Optimiert ist Flutter für 2D-Apps, wobei es insbesondere für Material-Design-Apps geeignet sein soll. Die Entwickler betonen, dass sowohl auf Android als auch auf iOS mit Leichtigkeit eine konstante Framerate von 60 fps erreicht werden soll. Für Desktop-Apps ist Flutter – zumindest bis dato – weniger geeignet. Das Projekt ist vollständig Open Source und wird zur Zeit überwiegend von Google-Mitarbeitern vorangetrieben.

Aufmacherbild: Beautiful butterfly sitting on the hand von Shutterstock / Urheberrecht: sumroeng chinnapan

Geschrieben von
Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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