Im Schatten der Google I/O 2018

Flutter Beta 3.0 bringt vollständige Implementierung für Dart 2

Marcel Richters
Flutter Beta

© Shutterstock.com / LedyX

Mit Googles App-SDK Flutter sollen sich Anwendungen für Android und iOS gleichermaßen einfach entwicklen lassen – und zwar mit demselben Code für beide Betriebssysteme. Pünktlich zur Google I/O 2018 stellt der Konzern jetzt die dritte Beta von Flutter vor. Wir haben die Neuerungen zusammengefasst.

Die Google I/O 2018 steht vor der Tür und natürlich gibt es schon jetzt einige spannende Neuerungen für Entwickler. Eine dieser Neuerungen ist die Flutter Beta 3. Fundamentale Änderungen gibt es laut Google bei den mitgelieferten UI-Widgets, es gibt eine neue eingebettetes API und Dart 2 ist jetzt vollständig implementiert.

Außerdem ist Flutter jetzt ein „First-Class Toolkit“ für Googles Material Design. Beide Teams arbeiten laut dem Suchmaschinenriesen jetzt enger zusammen, was die Flexibilität und Anpassbarkeit des Designs in Flutter verbessern soll. Wer es bewegt mag, kann jetzt auch GIFs und WebPs in Flutter einbinden. Für bessere Zugänglichkeit wurde der Support für Screenreader, vergrößerten Text und Kontrastmöglichkeiten verbessert. Schriften, die von rechts nach links laufen, werden jetzt ebenfalls unterstützt und Kontrollbuttons werden gespiegelt, wenn dies passender ist.

Verbesserter Code

Auf der Coding-Seite hat sich auch etwas getan. So ist das new-Keyword jetzt vollständig optional, das const-Keyword ist es im Kontext von sogenannten Child Constructors innerhalb eines const-Umfelds ebenfalls. Da es in den ersten beiden Betaversionen von Flutter teilweise schwierig gewesen sei, aus dem Kontext darauf zu schließen, ob die Kinder eines Objekts unveränderbar waren oder nicht, ist das const-Keyword am Anfang notwendig, um die Art des Codes zu verdeutlichen. Wenn eine Sektion als const markiert ist, werden Kinder automatisch konstant:

onst comments = <Comment>[
  Comment(
    "Creating apps is just faster and more fun with Flutter.",
    "Posse Inc."),
  Comment(
    "Yesterday I was trying #Flutter for the first time, today I published an application.",
    "@CristianDudca"),
  Comment(
    "This weekend: Met and fell in love with Flutter.",
    "@FIREYOSE"),
];

Ökosystem im Aufbau

Im Ökosystem hat sich auch einiges getan. Mehrere Firebase-Plug-ins erreichen den 1.0-Status und AdMob ist aktuell ebenfalls in der Betaphase und kann in Apps integriert werden.

Das Entwicklerteam gibt an, auch weiterhin regelmäßige Updates für Plug-ins für Android Studio und die IntelliJ IDEA auszugeben. Insbesondere der verbesserte UI-Inspektor wird erwähnt, mit dem sich automatisch generierte Widgets ausblenden lassen. Mit einem Profilmodus lassen sich die Frames per Second (FPS) und der Speicherverbrauch anzeigen.

Wer mit Visual Studio Code programmiert, kann sich ab sofort über vollen Support für Flutter freuen, eine entsprechende Erweiterung ist im Visual Studio Marketplace verfügbar.

Für die Zukunft haben sich die Entwickler bei Google noch einiges vorgenommen. Neben einer verkleinerten Minimalgröße für Flutter-Apps und mehr Geschwindigkeit werden mehr Geräte in den Support aufgenommen, darunter auch 32-Bit-Geräte. Auch die Integration in existierende Code-Basis soll verbessert werden. Die Veröffentlichung von Flutter 1.0 wird für das nächste Jahr angepeilt, der Zeitplan soll im Zweifelsfall zeitnah angepasst werden.

Genauere Informationen zum aktuellen Release der Betaversion gibt es auf dem Google Developers Blog und auf Medium.

Geschrieben von
Marcel Richters
Marcel Richters
Marcel hat Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main studiert und danach als E-Commerce-Manager gearbeitet. Seit Februar 2018 unterstützt er das Team von JAXenter als Redakteur. Daneben arbeitet er als freier Journalist in der Mainmetropole.
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