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Flutter 1.9: Swift und Kotlin lösen Objective-C und Java als App-Code ab

Katharina Degenmann

© Shutterstock / Cristina Conti

Google hat Version 1.9 seines Toolkits für mobile Apps, Flutter, veröffentlicht. Das für die Entwicklung mit der Programmiersprache Dart geschriebene Framework wurde mit zahlreichen Web-Fähigkeiten ausgestattet. Darüber hinaus bietet Flutter 1.9 Unterstützung für macOS Catalina und iOS 13, verbesserte Werkzeuge und neue Dart-Sprachfunktionen.

Flutter ist Googles Toolkit für mobile Apps, mit dem man in Rekordzeit native Oberflächen auf iOS und Android erstellen kann. Das quelloffene Mobile-Toolkit basiert auf C, C++, Dart, der 2D-Rendering-Engine Skia, Mojo IPC und der in Chromium zum Einsatz kommenden Rendering-Engine Blink. Nach knapp dreimonatiger Entwicklungszeit wurde das plattformübergreifende UI-Framework in Version 1.9 veröffentlicht.

Neuerungen in Flutter 1.9

Bereits im Mai veröffentlichte Google auf seiner Entwicklerkonferenz I/O 2019 eine erste technische Vorschau von Flutter fürs Web. Jetzt hat das Unternehmen das Flutter-Web-Repository in das Haupt-Repository von Flutter integriert. Damit können Mobile-Entwickler Desktop- und Webanwendungen mit derselben Codebasis schreiben. Folglich ist das flutter_web Repository nun veraltet. Wem die neuesten Flutter-Builds aus dem Master- oder Dev-Channel zur Verfügung stehen, der kann das Web mit der neuesten experimentellen Version von Flutter ausprobieren, indem er Flutter run -d Chrome startet.

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Neu ist außerdem, dass bei neuen Flutter-Projekten als Basis für den Applikations-Code nun standardmäßig auf Swift und Kotlin anstelle von Objective-C und Java zurückgegriffen wird. Auch wenn viele Flutter-Entwickler diese nativen Oberflächen vielleicht nicht nutzen werden, solle die modernere Sprache als Standardsprache den nativen App-Code leichter zugänglich machen.

Und auch an sprachlicher-Unterstützung fehlt es der neuen Version nicht. Schließlich erhalten 24 weitere Sprachen nun Support, darunter Afrikanisch, Albanisch, Weißrussisch, Kirgisisch und Zulu.

Mobile

Abgesehen vom Framework selbst gibt es auch Änderung, die explizit auf Mobile abzielen. Schließlich ist es kein Zufall, dass Flutter 1.9 pünktlich zur Ankündigung des offiziellen Launches von iOS 13 erscheint. Dementsprechend hat sich das Framework mit neuen UI-Features gewappnet, wie beispielsweise der draggable toolbar. In ähnlicher Weise ist Flutter 1.9 auf macOS Catalina vorbereitet und bietet für diese Version des Apple-Betriebssystems Support, inklusive Xcode-11-Unterstützung.

Während eines der wichtigsten Features von iOS 13 der Dark Mode ist, wird dieser von Flutter auf iOS noch nicht unterstützt. Allerdings sei die Arbeit in vollem Gange. Doch ganz verzichten muss man darauf nicht, da der Dark Mode Toggle von Android 10 von Flutter standardmäßig unterstützt wird.

Alle weiteren Informationen zu Flutter 1.9 stehen in den Release Notes zum Nachlesen bereit.

Geschrieben von
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann hat Politikwissenschaft und Philosophie studiert. Seit Februar 2018 arbeitet sie als Redakteurin bei der Software & Support Media GmbH und ist nebenbei als freie Journalistin tätig.
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