Alle Highlights auf einen Blick

Flutter 1.2: Mehr Stabilität und neue Tools für Entwickler

Katharina Degenmann

© Shutterstock / Serhii Brovko

Im Zuge des Mobile World Congress (MWC) in Barcelona hat Google Version 1.2 seines Toolkits für mobile Apps, Flutter, veröffentlicht. Flutter 1.2 ist das erste Feature-Update nach der Major-Version und zielt vor allem auf verbesserte Stabilität ab. Auch neue Entwickler-Tools für den Einsatz in Verbindung mit dem UI Framework wurden vorgestellt.

Flutter ist Googles Toolkit für mobile Apps, mit dem man in Rekordzeit native Oberflächen auf iOS und Android erstellen kann. Knapp 2 Monate nach dem Major-Release wurde das plattformübergreifende UI-Framework in Version 1.2 veröffentlicht.

Neuerungen für Flutter

Wie das Flutter-Team berichtet, lag mit Flutter 1.2 vor allem die Verbesserung der Test- und Code-Infrastruktur im Fokus. Hierfür wird in der neusten Version unter anderem das Editieren von Texten mit Floating Cursor unterstützt. Ebenso Teil des Releases ist die Unterstützung für ein größeres Set an Funktionen für das Easing von Animationen.

Da Flutter zum Teil in Dart geschrieben wurde, ist es keine große Überraschung, dass die Programmiersprache auch im neuen Release Einzug erhält. Das Dart SDK 2.2 ist Teil des Releases und bringt einen weiteren Performance Boost.

Auch im Framework selbst hat sich einiges getan. Flutter 1.2 unterstützt zum einen Googles neues Packaging-Format Android App Bundles. Zum anderen schreiten die Arbeiten für die Unterstützung von In-App Purchases, also das Kaufen von Inhalten innerhalb einer App (etwa virtuelle Inhalte bei Spielen), weiter voran. Natürlich wurden für das Release auch etliche Bugs gefixt, etwa in den Bereichen Video Player, Webview und Maps.

Neue Tools für Flutter-Entwickler

Neben den Neuerungen für Flutter selbst präsentierte Google eine erste Preview-Version der Dart DevTools. Mit an Bord ist der Widget Inspector, der eine Visualisierung der Baumstruktur ermöglicht, die Flutter zum Rendern einsetzt. Außerdem können Entwickler auf eine Timeline-Ansicht zurückgreifen, die bei der Frame-für-Frame-Analyse einer Applikation helfen soll. Ein Source-Level Debugger und ein Logging View sind ebenfalls mit dabei.

Google hofft, Dart DevTools zu einem erstklassigen, einheitlichen Tool für Flutter-Entwickler zu machen. Das oberste Ziel sei es, diese Dienste direkt in Tools wie Visual Studio Code zu integrieren.

Flutters nächste Schritte

Zusätzlich zu den technischen Verbesserungen hat Flutter an einer Roadmap für 2019 vorgelegt. Der Schwerpunkt liegt auf dem Wachstum von Flutter über mobile Plattformen hinaus. Das Projekt mit dem Codenamen Hummingbird macht Flutter für die Webentwicklung fit – eine Vorschau dazu soll in den kommenden Monaten veröffentlicht werden. Für die Nutzung von Flutter auf Desktops wurde hingegen das Projekt Flutter Desktop Embedding ins Leben gerufen, in dessen Zusammenhang Funktionen für das Verpacken und Deployen von Anwendungen für Betriebssysteme wie Windows und Mac entwickelt werden.

Alle weiteren Informationen zum Release stehen auf Google Developer Blog zum Nachlesen bereit.

Geschrieben von
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann hat Politikwissenschaft und Philosophie studiert. Seit Februar 2018 arbeitet sie in der Redaktion der Software & Support Media GmbH und ist nebenbei als freie Journalistin tätig.
Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar
4000
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: