Firefox goes Echtzeit

Neu in den Firefox DevTools: Mozilla veröffentlicht WebSocket Inspector

Jan Bernecke
WebSocket Inspector

© Shutterstock / WindAwake

Die DevTools des Firefox-Browsers erhalten einen neuen WebSocket Inspector. Bereits in der kurz vor dem Release stehenden Version 70 des Webbrowsers soll das Tool in der Developer Edition enthalten sein.

WebSockets sind eine praktische Sache. Während HTTP-Requests für jede Aktion eines Servers eine vorausgehende Anfrage benötigen, stellen WebSockets eine permanente Verbindung zwischen Anwendung und Server her. Eine einzige Anfrage des Clients reicht daher, um dauerhaft Informationen seitens des Servers abzurufen – und das in Echtzeit. Andere Kommunikationsvarianten, wie etwa das Polling, bei dem der Server in bestimmten Intervallen immer wieder Anfragen nach neuen Informationen erhält, verursachen ein weit höheres Datenvolumen. Dies entfällt bei WebSockets.

Firefox‘ neuer WebSocket Inspector

Wie Mozillas DevTools Team auf dem Blog mitteilt, wurde in den letzten Monaten an einem WebSocket Inspector für den Firefox-Browser gearbeitet. Das neue Feature soll mit dem übernächsten Release von Firefox, also Version 71, veröffentlicht werden. Allerdings wird bereits Firefox 70 den WebSocket Inspector enthalten, wenn auch nur in der Developer Edition. Entwickler können entweder direkt mit dem API arbeiten, oder aber auf etliche Libraries zurückgreifen. Diese können z.B. bei Verbindungsausfällen, Proxies, Authentifizierungen, Autorisierungen und der Skalierbarkeit hilfreich sein.

Das Tool ist bereits Teil des UI-Network-Panels der DevTools. Für geöffnete Verbindungen ist es möglich, Inhalte in diesem Panel zu filtern. Bisher gab es allerdings keine Möglichkeit, die tatsächlich durch die WebSocket-Frames übertragenen Daten anzuzeigen.

Mit dem neuen WebSocket Inspector lassen sich gesendete und erhaltene WS frames anzeigen. Bild: www.hacks.mozilla.org, CC BY-SA 3.0

Zurzeit unterstützt der Service die Protokolle Socket.IO und SockJS, bereits in Arbeit ist der Support für SignalR und WAMP. Die nun erschienene Version sollte laut dem Entwickler-Team so schnell wie möglich veröffentlich werden, um den Wünschen der Nutzer nachzukommen. Zukünftige Releases sollen laut Plan einen binären Payload-Viewer, die Anzeige geschlossener Verbindungen und das Exportieren von WebSocket-Frames enthalten.

Wie funktionieren WebSockets?

WebSocket sind auf TCP (Transmission Control Protocol) basierende, bidirektionale Verbindungen zwischen einer Anwendung und dem Server. Sie bestehen aus einem API und dem Protokoll, das standardmäßig die HTTP-Ports 80 und 443 nutzt. Nach einer einmaligen Anfrage an den Server bleibt die geöffnete Verbindung bestehen und der Server kann, ohne weitere Interaktion des Clients, Daten übertragen. Man spricht in diesem Fall auch von einer asynchronen Datenübertragung.

Weitere Informationen und eine Anleitung zum Firefox WebSocket Inspector sind auf dem Mozilla Blog einsehbar.

Geschrieben von
Jan Bernecke
Jan Bernecke
Jan Bernecke ist seit 2019 Online-Redakteur bei S&S Media. Zuvor war der rugbyspielende Literaturwissenschaftler im Bereich Online-Marketing tätig.
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HTTP-Port 80 und nicht 30