Feindbild Realität: Was Sie als Entwickler nicht hören wollen - JAXenter

Feindbild Realität: Was Sie als Entwickler nicht hören wollen

Claudia Fröhling

Am heutigen Donnerstag war der Ballsaal auf der W-JAX zum Bersten voll! Nicht die Technik stand bei Gernot Starke im Vordergrund, sondern Strategien, Taktiken und Initiativen, die unser aller Abreitsleben langfristig beeinflussen werden.

„Mein Chef hört mir nie zu“ – das hat eine Menge Gründe, sagt Starke. Entwickler und Manager haben traditionell fundamental unterschiedliche Interessen. Die Unterschiede liegen in der Ziesetzung, der Verantwortung, den Aufgaben und in den verschiedenen Sprachen, die in beiden Bereichen gesprochen werden.

Entwickler versuchen dem Management oft Werkzeuge für Probleme anzubieten, die für die Lösung gar nicht geeignet sind, so Starke. Nicht jedes Problem ist mit dem gleichen Werkzeug lösbar. „Unsere Manager haben Dinge wie CBPBO im Fokus, sie denken über Fertigungstiefe und Kostensenkungen nach. Mögen wir das für noch so sinnfrei halten – ihren Namen tragen die „Entscheider“ mit Fug und Recht: Sie werden entscheiden – auch über unsere (Entwickler-)Köpfe hinweg.“

Starke schloss seine Keynote mit der so gennanten „Coolheitsvermutung“: Technische und komplexe Themen sind cool. Coolheit ist proportional zu Risiko. Was nützlich ist, ist nicht unbedingt interessant. Und Manager stehen nun mal auf geringes Risiko. Gernot Starke empfahl den Entwicklern daher, in den nächsten Jahren nicht mit Ausdrücken wie Closures oder Lambdas auf ihre Manager zuzukommen. „Lernen Sie es unbedingt, aber erzählen Sie es bloß nicht Ihrem Manager!“

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Claudia Fröhling
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